Kölner Volksgarten: Polizei beendet Baumbesetzung

Polizeibeamte stehen vor dem besetzten Baum im Volksgarten

Kölner Volksgarten: Polizei beendet Baumbesetzung

Drei Umwelt-Aktivisten haben im Volksgarten in der Kölner Südstadt seit Sonntagvormittag einen Baum besetzt. Jetzt hat die Polizei die Aktion beendet.

In ungefähr sechs Metern Höhe haben drei Baumbesetzer die Nacht auf einem Baum im Volksgarten in Köln verbracht. Mit Seilen abgesichert und in warme Decken gehüllt wollten sie gegen die Rodung des Dannenröder Forst in Hessen protestieren - und solange dort oben bleiben, bis die Abholzung gestoppt wird. Am Montagmittag hat die Polizei die Aktion beendet.

Zwei der drei Baumbesetzer hatten den Baum bereits freiwillig verlassen, um zur Schule zu gehen. Ein dritter ließ sich von den Höhenrettern der Feuerwehr ohne Widerstand auf den Boden bringen. Unten hatte es zudem eine Mahnwache von jungen Leuten gegeben, die die Aktivisten mit Essen und heißen Getränken versorgen wollten.

Protest gegen Rodungen in Hessen

Die Organisation "Fridays for Future" begründete die Besetzung mit Solidarität zu Aktivisten im Dannenröder Forst in Hessen. Dort sollen in einem Waldstück 27 Hektar Bäume für den Ausbau der Autobahn 49 gerodet werden. Auch vor Ort in Hessen gibt es Baumhaus-Camps und Barrikaden von Aktivisten. Sie protestieren bereits seit mehr als einem Jahr gegen die Abholzung des Waldes.

Stand: 23.11.2020, 16:19

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