Zwei Schimpansen in der Innenanlage des Gorilla-Hauses

Krefelder Zoo: Schimpansen Bally und Limbo bekommen mehr Platz

Stand: 29.12.2021, 16:57 Uhr

Die Stadt Krefeld hat die Baugenehmigung für ein provisorisches Außengehege im Krefelder Zoo erteilt. Die Menschenaffen Bally und Limbo sollen Mitte des kommenden Jahres einziehen können.

Fast genau zwei Jahre ist der verheerende Affenhausbrand im Krefelder Zoo nun her, bei dem mehr als 50 Tiere starben. Die beiden Schimpansen Bally und Limbo überlebten die Katastrophe.

Nach dem Brand sollten die beiden Schimpansen eigentlich in einem anderen Zoo untergebracht werden – das hat aber aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. Bally und Limbo leben deshalb in einem kleinen Bereich des Gorilla-Hauses.

Spätestens Mitte des kommenden Jahres sollen sie nun ein neues provisorisches Außengehege beziehen können, teilte der Zoo Krefeld am Mittwoch mit. Kurz vor Weihnachten habe die Stadt die Baugenehmigung dafür erteilt.

Provisorisches Gehege kostet rund 200.000

Die Kosten liegen laut Zoo bei rund 200.000 Euro. Finanziert werde die provisorische Anlage aus Spendengeldern, die nach der Brandkatastrophe eingegangen sind.

Für das Provisorium soll der hintere Teil der Gorilla-Anlage mit einer Holzpalisadenwand abgetrennt werden. Darin sollen die Schimpansen ein Klettergerüst aus Holzstämmen bekommen. Besucher können die beiden Schimpansen dann über einen Monitor beobachten.

2022 Baubeginn für den neuen Affenpark

Später soll das provisorische Gehege Teil des neuen Affenparks werden, dessen Bau kommendes Jahr beginnen soll. Zunächst soll der "GorillaGarten" erweitert werden, danach ist als nächster Schritt ein Warmhaus für Schimpansen geplant.

Auf dem Foto ist der Plan des zukünftigen Affengeheges im Krefelder Zoo.

So soll das Affengehege im Krefelder Zoo in Zukunft aussehen.

Der Bau des gesamten Affenparks soll bis 2029 andauern und laut der aktuellen Schätzung fast 28 Millionen Euro kosten. Etwa 10,5 Millionen Euro will der Zoo selbst gemeinsam mit Spendern tragen. Zwei Millionen Euro Spenden hat er bereits nach dem Brand erhalten. Die übrigen 17,5 Millionen Euro soll die Stadt übernehmen.

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