Prozess um Bauernstreit hat in Bonn begonnen

Der Angeklagte Landwirt muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Prozess um Bauernstreit hat in Bonn begonnen

  • Streit unter Landwirten endet mit Verletzung
  • Angeklagter bestreitet Vorwürfe
  • Prozessauftakt am Bonner Amtsgericht

In Alfter soll ein Landwirt seinen Berufskollegen im Streit mit seinem Traktor angefahren haben. Am Freitag (18.01.2019) war in Bonn Prozessauftakt.

Der 59-jährige Landwirt aus Alfter soll absichtlich mit seinem Traktor rückwärts gegen einen verfeindeten Landwirt gefahren sein. Wegen gefährlicher Körperverletzung muss sich der Angeklagte jetzt vor dem Bonner Amtsgericht verantworten.

Ackerboden verhindert schlimmere Verletzungen

Der 40-jährige Berufskollege, der hinter dem Traktor stand, soll bei der Aktion durch das rechte Hinterrad des Schleppers zu Fall gekommen sein. Es gelang ihm noch, sich rechtzeitig zur Seite zu rollen, so dass nur sein Fuß vom Hinterrad des Traktors überfahren wurde.

Der Mann hatte noch Glück, der frisch gepflügte Ackerboden soll schlimmere Verletzung verhindert haben.

Am ersten Prozesstag bestritt der Angeklagte, den Landwirt überhaupt mit dem Traktor berührt zu haben. "Da wäre ja sonst viel mehr passiert", verteidigte er sich vor Gericht. 

Streitgrund war angebliche unrechtmäßige Benutzung des Ackers

Bei dem Streit der beiden Bauern ging es um die Frage, wem das Flurstück zur Tatzeit gehört hat: Der Angeklagte meinte, er sei der Bewirtschafter und ärgerte sich, dass sein Berufskollege unbefugt den Acker gepflügt hatte. Um ihn zur Rede zu stellen, war er mit dem Traktor auf die mit Hafer frisch eingesäte Scholle gefahren. Als der 40-Jährige ihn - drohend mit zwei Pfählen in der Hand - aufforderte, den Acker sofort in die andere Richtung zu verlassen, soll es zu der besagten Szene gekommen sein.

Stand: 18.01.2019, 14:16