Rocker-Szene: Kölner Gruppe der Bandidos aufgelöst

Rocker-Szene: Kölner Gruppe der Bandidos aufgelöst

  • Chapter der Bandidos in Köln offenbar aufgelöst
  • Bandidos wollen Streit mit Hells Angels beruhigen
  • Rocker kämpfen um Köln

Die Rockergruppe Bandidos zieht sich nach heftigen Auseinandersetzungen mit den Hells Angels offenbar aus Köln zurück. "Die Hoffnung ist, da ein bisschen Ruhe reinzukriegen", sagte Bandidos-Sprecher "Micha" am Montag (21.01.2019). "Wir verurteilen die Gewalttaten, die da passiert sind. Sie sind nicht im Interesse der Bandidos." Die Kölner könnten sich nun einem anderen Chapter anschließen oder austreten.

Mehrfach mit scharfen Waffen geschossen

Die Polizei bestätigte, dass höherrangige Rocker angerufen und die Auflösung bekanntgegeben hätten. "Das ändert aber nichts daran, dass wir die Szene im Fokus haben und den Kontrolldruck hoch halten", sagte eine Polizeisprecherin. In den vergangenen Wochen war es in Köln zu Gewalttaten gekommen, die laut Polizei auf eine Eskalation zwischen Hells Angels und Bandidos zurückgehen. Mehrfach wurde mit scharfen Waffen geschossen.

Versuch, eine Schwäche der Hells Angels auszunutzen

Die Bandidos dominieren in Nordrhein-Westfalen das Ruhrgebiet, in den Rheinmetropolen haben eher die Hells Angels das Sagen. Der Kölner Polizei zufolge hatten die Bandidos versucht, eine vermeintliche Schwäche der Höllenengel auszunutzen. Ungefähr jeweils 50 Leute hätten Bandidos und Hells Angels in Köln in Stellung gebracht.

Dahinter steckten wirtschaftliche Interessen. Es gehe um die Türsteher-Szene, um Shisha-Bars und Drogenhandel.

Polizeipräsident kündigte hartes Durchgreifen an

"Wir werden es nicht dulden, dass es in Köln so weitergeht wie bisher. Wer hier in Köln den Rechtsstaat so herausfordert, der wird Antwort bekommen", hatte Polizeipräsident Uwe Jacob unlängst angekündigt.

Stand: 21.01.2019, 17:33