Gefällte Bäume im Hambacher Forst: konkrete Spur

gefällte Baumstämme im Hambacher Forst

Gefällte Bäume im Hambacher Forst: konkrete Spur

  • Ermittlungen gegen einen 41-jährigen Aktivisten
  • Bekennerschreiben wird geprüft
  • 50 Baumstümpfe im Hambacher Forst

Das NRW-Innenministerium geht in einem Bericht an den Landtag davon aus, dass rund 50 Bäume im Hambacher Forst von Umweltaktivisten gefällt wurden. Die Aachener Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben von Dienstag (02.04.2019) gegen einen 41-jährigen Mann wegen Diebstahls.

Holz für neue Baumhäuser

Nun müsse geprüft werden, ob der polizeibekannte Mann tatsächlich der Verfasser eines Bekennerschreibens sei. Die zuständige Aachener Polizei hat den konkreten Verdacht bestätigt. Mitte März hatte die Polizei 50 Baumstümpfe entdeckt. Teilweise wurde das Holz für den Bau neuer Baumhäuser genutzt.

Aktivisten sprechen von kranken Bäumen

Die Aktivisten behaupten in anonymen Mitteilungen, dass die Bäume krank oder vom Borkenkäfer befallen gewesen seien. Laut Innenministerium kommt der Revierförster jedoch zu einer anderen Beurteilung: Demnach waren die Bäume gesund und seien unfachmännisch mit Axt und Handsägen gefällt worden.

Im Hambacher Forst, der dem Energiekonzern RWE gehört, gilt bis Herbst 2020 ein Rodungsstopp.

Stand: 02.04.2019, 16:48