Trotz Insolvenz: Bäckerei Oebel öffnet am Freitag wieder

Fassade einer Bäckerei, davor gehen Fußgänger

Trotz Insolvenz: Bäckerei Oebel öffnet am Freitag wieder

  • Betrieb bei Oebel kann trotz Insolvenz weitergehen
  • Filialen werden bis auf weiteres von Eifeler Bäckerei beliefert
  • NGG hofft auf Erhalt möglichst vieler Jobs

Die Großbäckerei Oebel mit Hauptsitz in Aachen will nach der angemeldeten Insolvenz alle Filialen in NRW am Freitag (12.07.2019) wieder öffnen. Das hat das Unternehmen dem WDR am Donnerstag mitgeteilt.

Teilchen und Brötchen kommen aus der Eifel

Oebel hatte am Dienstag (09.07.2019) einen Insolvenzantrag gestellt. Alle Bäckereien mussten gegen 14 Uhr schließen, weil es keine Brötchen oder kein Brot mehr gab. Hauptgrund seien Lieferengpässe der inzwischen auch insolventen Kronenbrot-Gruppe gewesen.

Bäckerei von innen

Ab sofort werden die Oebel-Bäckereien vor allem von der Prümtaler Mühlenbäckerei aus der Eifel beliefert, so die Aachener NGG-Geschäftsführerin Diana Hafke. So kann der Betrieb jetzt erst mal weitergehen.

Mitarbeiter sind geschockt

Dennoch: Da es künftig massive Einsparungen geben wird, stehen einige Filialen laut NGG dauerhaft vor dem Aus. Betroffen seien vor allem die in Teilzeit angestellten Frauen. Für die Mitarbeiter war die überraschende Insolvenz-Mitteilung ein Schock, sagte eine Aachener Oebel-Mitarbeiterin dem WDR.

Viele hätten in den Sommerferien Urlaub geplant und nun finanzielle Ängste. Über die aktuellen Entwicklungen bei Oebel werden die Angestellten derzeit per WhatsApp informiert.

Der Fortbestand der meisten Oebel-Filialen wird im Moment überprüft, so die Gewerkschaftssprecherin Hafke. Sie hofft, dass einige Mitarbeiter auch von anderen Bäckereibetrieben übernommen werden können.

In der Region Aachen sind rund 15 Oebel-Filialen von der Insolvenz betroffen, im Rheinland 160. Insgesamt arbeiten bei Oebel 940 Menschen.

Stand: 11.07.2019, 17:10

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