Neues A44-Teilstück bei Velbert eröffnet

Neues A44-Teilstück bei Velbert eröffnet

  • Sechs neue Brücken auf 4,6 Kilometern
  • Neues Teilstück führt um Heiligenhaus herum
  • Bis 2022 soll Lücke zur A3 geschlossen werden

Die A44 bei Velbert hat ein neues Teilstück. Die knapp fünf Kilometer lange Strecke ist am Freitag (13.04.2018) eröffnet worden. Sie soll langfristig eine der größten Lücken im NRW-Autobahnnetz schließen.

Die noch gesperrte Auf- und Abfahrt der A44 in Heiligenhaus in Richtung Essen

Die noch gesperrte Auf- und Abfahrt der A44

Acht Jahre wurde an der 4,6 Kilometer langen Strecke gearbeitet. Sechs Brücken und über 1,5 Kilometer Lärmschutzwand für die Anlieger mussten gebaut werden. Insgesamt 110 Millionen Euro hat der Landesbetrieb Straßen NRW in das Projekt investiert.

Wüst: Entlastung für die Städte

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) zeigte sich zufrieden mit der Freigabe. "Es ist ein Teillückenschluss in einem der größten Löcher, dass wir in unserem nordrhein-westfälischen Autobahnnetz noch haben", sagte Wüst. "Wir verbinden damit die Rheinschiene mit dem Ruhrgebiet und wir entlasten hier die Städte in der Region, wo sich der Verkehr aktuell durchquält."

Kritiker sorgen sich unter anderem nicht nur um den Lärm. Sie fürchten auch, dass durch den neuen A44-Abschnitt die Zahl der Einbrüche etwa durch mobile Banden steigen wird. Eine Bürgerinitiative hält die Öffnung sogar für rechtswidrig, da eine Genehmigung zum Wasserschutz fehle.

Verbindung zur A3 soll 2022 fertig sein

Die verbliebenen fünf Kilometer bis zur A3 sollen in den kommenden Jahren realisiert werden. Der Minister hofft, dass die Bauarbeiten bis 2022 fertig sind.

Stand: 13.04.2018, 17:01