Niederkassel geht gegen Gerümpel in Garagen vor

Niederkassel geht gegen Gerümpel in Garagen vor

Von Sebastian Tittelbach

  • Niederkasseler sollen Garagen aufräumen
  • Landesbauordnung verbietet Zweckentfremdung
  • Nur Räder, Wagenheber und etwas Sprit erlaubt
Kommentare (24)

Die Stadt Niederkassel will keine vollgestellten Garagen mehr dulden. Der Anlass sind Probleme im Straßenverkehr. "Ist der Straßenraum durch Fahrzeuge zugeparkt wird es eng und oftmals gefährlich, wenn im Notfall Rettungswagen und Feuerwehr steckenbleiben", teilt die Stadt ihren Bürgern mit.

Stadt empfiehlt zügiges Entrümpeln

Man solle sich von unnötigem Ballast in der Garage befreien, sonst riskiere man einen Besuch der Ordnungsbehörden und ein Bußgeld von bis zu 500 Euro. Die Verwaltung verweist auf die Landesbauordnung, die eine Zweckentfremdung von Garagen verbietet.

Blockierter Rettungswagen

Zu eng: Der Rettungswagen kommt nicht durch

Diese liege nach Ansicht der Verwaltung schon vor, wenn sich Gartenmöbel und Kartons stapeln. Erlaubt seien "Winterreifen, der Rangierwagenheber und geringe Mengen Kraftstoff".

Gegenseitiges Anschwärzen befürchtet

In sozialen Netzwerken muss die Stadt für diese Ankündigung viel Kritik einstecken. Viele sind überzeugt, in ihrer eigenen Garage abstellen zu können, was immer sie wollen. Auch gibt es die Sorge, dass Nachbarn sich gegenseitig anschwärzen werden.

Auf WDR-Anfrage vom Dienstag (04.12.2018) stellt der Erste Beigeordnete Helmut Esch klar, dass es keine intensiven Kontrollen geben werde. Eine "Garagenpolizei" sei nicht geplant.

Wichtig sei für die Verwaltung nur, dass in die Garage auch noch das Auto hineinpasse. Auch gibt es unter den Bürgern nur wenig Interesse, vollgestellte Garagen zu melden. Bislang sei nur eine Anzeige eingegangen.

Stand: 05.12.2018, 09:00

Kommentare zum Thema

24 Kommentare

  • 24 Anonym 06.12.2018, 16:44 Uhr

    Typisch Stadt Niederkassel und deren Hausmeister ESCH.... Wegen deren Misswirtschaft sollen Eigentümer von Garagen gedengelt werden... Unsinn hoch drei

  • 23 E. 06.12.2018, 07:56 Uhr

    Gut, dass endlich mal jemand auf die LBO hinweist, von der viele gar nicht wissen, dass es sie gibt und dass sie eine Zweckentfremdung von Garagen verbietet. Warum heißt eine Garage, wenn da kein Auto untergestellt wird? Auch bei uns sind alle Straßen zugeparkt, weil Rasenmäher und Co. in der Garage stehen, aber für das Auto kein Platz mehr ist. Macht doch jedem Autofahrer Spaß Slalom zu fahren, um sich auf zugeparkten Straßen durchzuwurschteln.

  • 22 hø'ø 06.12.2018, 06:41 Uhr

    Macht doch Nägel mit Köpfen - Zulassung des Fahrzeuges nur gegen Nachweis einer Garage oder eines Stellplatzes, so wie in Tokio. Den Garagenbesitzern vorzuschreiben, ihr Auto in die Garage stellen zu müssen, aber den garagenlosen den Stellplatz auf der Straße zu erlauben ist Messen mit zweierlei Maß.

    Antworten (1)
    • jupp 06.12.2018, 10:28 Uhr

      Guter Vorschlag!

  • 21 Marcus 05.12.2018, 22:43 Uhr

    Witzig Mein Auto passt aufgrund der Größe überhaupt nicht darein. Was ein Quatsch....da hat jemand ne Idee und die Umsetzung ist mal wieder scheisse

    Antworten (2)
    • Anonym 06.12.2018, 16:02 Uhr

      Hä bei uns auch so, können auch nicht drin parken

    • Nadja 06.12.2018, 19:36 Uhr

      Was ist denn das für eine Begründung? Dann kauft man sich halt ein Auto, das rein passt. Nur weil Ihr Ego in zwei Tonnen transportiert werden muss, haben Sie kein Recht, den Wagen (kostenlos) im öffentlichen Raum zu parken! Wahrscheinlich 23,5 Stunden am Tag...

  • 20 Klaus 05.12.2018, 22:19 Uhr

    Wie schön wäre es, wenn der Verkehr grundsätzlich stärker kontrolliert würde. Das Parken auf der Straße kann ich mir auch gut als Notwehr gegen die lieben Mitbürger vorstellen, die konsequent nicht unter 80 durch Ortschaften fahren.

  • 19 Wunderlich 05.12.2018, 20:26 Uhr

    Wer steckt dahinter? Sicher keine Idee der Verwaltung, die sind gut und effektiv. Feierabend Politiker? Mmh... CDU?

  • 18 Norbert Fürneisen 05.12.2018, 19:33 Uhr

    Das wäre kein "Gegenseitiges Anschwärzen", sondern soziale Mitverantwortung für die Gesellschaft und seine Mitmenschen!

  • 17 Perlin 05.12.2018, 19:02 Uhr

    Der Grundgedanke ist richtig. Nur bleibt er im Kleinen stecken. Ich plädiere dafür , dass die Inanspruchnahme öffentlicher Verkehrsflächen generell etwas kostet.

    Antworten (2)
    • Anonym 05.12.2018, 19:10 Uhr

      Es kostet bereits was und nennt sich Kfz-Steuer.

    • Nadja 06.12.2018, 19:41 Uhr

      Ist klar, dass hier gleich mal wieder in den Raum geworfen wird, dass die Kfz-Steuer rechtfertigt, dass 45 Mio Autos überall rumstehen dürfen. Info: Die Kommunen zahlen für das Verkehrsmittel Auto drauf, max. 45 Prozent der Kosten für Parken, Straßenreinigung etc. sind durch Einnahmen aus dem Auto gedeckt.

  • 16 Heinz-Wilhelm 05.12.2018, 19:00 Uhr

    Mein Nachbar hat 3 Garagen, alle voll (kann man ja noch gebrauchen), aber nicht mit Autos... und die haben zwei PKW und ein Campingfahrzeug, nur in einer steht ein noch das Motorrad. Naja, der Trend geht wohl zur Zweitgarage...

  • 15 Niko 05.12.2018, 18:20 Uhr

    Ich bin etwas verwirrt. Meine Garage ist eigentlich etwas zu schmal für mein Auto, deshalb stell ich meinen PKW in den Hof. Mein Auto steht also nicht auf der Straße sondern auf meinem Grundstück. Die Garage nutze ich mehr oder weniger als Werkstatt. Ist das jetzt eine Zweckentfremdung? Riskiere ich ein Bussgeld?

    Antworten (2)
    • Jupp 06.12.2018, 10:30 Uhr

      Ja dann kaufen Sie sich ein schmaleres und umweltfreundlicheres Fahrzeug.

    • Jupp 2 06.12.2018, 11:13 Uhr

      Jupp, jupp!

  • 14 Dieter Arizeus 05.12.2018, 18:12 Uhr

    Das die Garage normalerweise für ein Auto da ist, klar, aber hat die Stadt auch anderes zu tun? Es gibt wichtigeres, als Garagen zu kontrollieren, ichkenne Leute, die haben Doppelgaragen, da war noch nie ein Auto drin, aber sie hatten einen Stellplatz vor der Garage.

  • 13 Frank 05.12.2018, 16:58 Uhr

    Absolut richtig, dass die LBO durchgesetzt wird. Wer seine Garage vollstellt und die Autos auf der Straße parkt, nimmt auf Kosten Anderer öffentlichen Parkraum in Anspruch. Es steht jedem, der zusätzlichen Platz braucht, frei diesen anzumieten - dann aber auch selbst zu bezahlen.

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    • Alfredo 05.12.2018, 17:11 Uhr

      Aber für alle nicht-Garagenbesitzer ist parken im öffentlichen Raum vollkommen legitim?

  • 12 Jogi 05.12.2018, 16:41 Uhr

    Es gibt auch Leute die Garagen und einen Stellplatz davor haben aber trotzdem auf der Straße parken, weil der Weg zum Haus ein paar Meter weg sind.

  • 11 Karl F. Napp 05.12.2018, 16:19 Uhr

    Warum soll es Garagenbesitzern in privaten Garagen anders ergehen als Besitzern von Sammelgaragen. Hier wurden die Garagen wegen Brandschutz durchsucht. Da war großer Sperrmüll-Tag angesagt. Kleiner Tipp: Großer Anhänger in die Garage und da alles rein. Muss ja nicht angemeldet sein.

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    • Jupp 06.12.2018, 10:31 Uhr

      Dann sollte man diese Gesetzeslücke schnell schließen!

  • 10 Heinz Bielemeier 05.12.2018, 16:19 Uhr

    Gut so, hier stehen die meisten Pkw auf der Straße oder auf den Gehwegen, die Garagen sind voller Gerümpel.

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    • Siri 05.12.2018, 18:37 Uhr

      Richtig , hier bei uns wird eine Garage als Holzlager die andere als Werkstatt gehalten und der Witz ist der erste Parkplatz der zur Straße führt freigehalten werden muß obwohl hier ein Auto drin steht das schon seit Jahren abgemeldet ist und nicht mehr fahrtüchtig ist..

  • 9 Mike 05.12.2018, 16:05 Uhr

    Natürlich ist die Stadt im recht, wenn sie Landesbauordnung durchsetzen will und die Zweckentfremdung von Garagen durchsetzt. Nur gibt es keinerlei Vorschrift, nach der die Fahrzeuge anschließend auch in den freigeräumten Garagen geparkt werden müssen. Hier hat die Stadt keine rechtliche Handhabe.

  • 8 Karl - Heinz Bingen 05.12.2018, 15:56 Uhr

    Eine Garage ist Privateigentum oder gemietet. Deshalb hat sich keine Behörde darum zu kümmern. Man kann appelieren, mehr auch nicht. Natürlich sollten öffentliche Parkplätze nicht blockiert werden. Aber so bitte nicht. Vermutlich plagt da einige Mitarbeiter in der Verwaltung die Langeweile. Diese Plätze könnte man einsparen und somit sorgsamer mit unseren Steuergeldern umgehen. Viele liebe Grüße aus Berlin

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    • Karl F. Napp 05.12.2018, 16:35 Uhr

      Nicht ganz richtig. Einfach mal auf die Baugenehmigung schauen. Garagen unterliegen anderen Bauvorschriften als Lagerhallen. Z.B. dürfen Garagen auf der Grundstücksgrenze stehen. Oder man hätte kein Haus bauen dürfen, wenn man die Garage nicht als Abstellplatz nachweisen kann. usw. Wenn Bus oder Feuerwehr stecken bleiben, ist die Stadt gefragt. Sie muss was tun. Warum nicht da, wo Menschen sich nicht an Gesetze halten. Was wäre die Alternative? Straßen komplett für Parker sperren und Abschleppen?

  • 7 Anonym 05.12.2018, 15:46 Uhr

    Alle die jetzt am meckern sind,sind die mit ihren zu gestellten Garagen. ??

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    • hø'ø 06.12.2018, 06:50 Uhr

      In alte Garagen paßt ein aktueller Mittelklasse-PKW gar nicht mehr rein. Ich hatte bis letztes Jahr eine aus den 50ern mit einer Torbreite von 2.10 m gemietet. Zuletzt stand da ein Motorrad und Fahrräder drin, weil der PKW mit Spiegeln 2.18 m breit ist. Der steht jetzt aber nicht auf der Straße, sondern auf einem Stellplatz. Ich bin überhaupt dafür. Zulassungen nur gegen Stellplatznachweis auszugeben. Und das Parken in Wohnstraßen besser zu kontrollieren, aber da kommt nie einer vom Ordnungsamt hin, die Geldsammlung in der Innenstadt ist offenbar lukrativer. Denn bei uns werden die Straßen hauptsächlich tagsüber von den Schülern der nahegelegenen, parkplatzarmen Berufschule zugeparkt.

    • Jupp 06.12.2018, 10:34 Uhr

      Nein. Ich habe 2 Schwerlastregale, 3 Fahrräder, 1 Rollator , 1 Fahrradanhänger und mein Auto in einer normalen Garage!

  • 6 S.P. 05.12.2018, 14:58 Uhr

    Die Stadt macht es im Prinzip richtig. Nur um das eigentliche Falschparken kümmern sie sich nicht. Hier stehen Autos auf Gehwegen, Wendehammern und Kreuzungsbereichen. Das interessiert von der Stadt keinen. Hat man mal die Parkscheibe vergessen was menschlich ist, ist man sofort dran. Die sollten regeros gegen falschparken vorgehen. Privatanzeigen werden abgelehnt wegen mangelndem Personal .... Lachhaft ...

  • 5 linux 05.12.2018, 14:49 Uhr

    "Niederkassel geht gegen Gerümpel in Garagen vor" Da könnten wahrscheinlich ein Paar stellen abgebaut werden, den da scheint in dem ein oder anderen Büro Langeweile sich breitzumachen.....

  • 4 Dieter H. 05.12.2018, 14:42 Uhr

    Wer guckt bei den Beigeordneten in die Garagen ?