Autokorso: Fahrschulen demonstrieren für mehr Prüfungen

Fahrschul-Autos bilden einen Autokorso

Autokorso: Fahrschulen demonstrieren für mehr Prüfungen

  • 25.000 Fahrprüfungen stehen aus
  • Fahrschüler müssen vertröstet werden
  • Weitere Demos in Planung

Mit einem Autokorso durch Mönchengladbach haben Freitagmittag (29.05.2020) rund 70 Fahrschulen aus dem ganzen Rheinland für mehr praktische Prüfungen demonstriert. Der TÜV Rheinland schiebt nach eigenen Angaben rund 25.000 Prüfungen vor sich her, als Ursache gibt er die Corona-Krise an.

Problem ist bereits älter

Die Fahrschulen halten das für vorgeschoben – tatsächlich bestehe das Problem schon mindestens seit zwei Jahren, durch Corona habe es sich nur verschärft. Für Fahrschulen und Schüler werde es nun existenziell, sagt Fahrlehrer Rene Schlegel, der extra aus Düren nach Mönchengladbach gekommen ist.

Fahrschul-LKW mit Protest-Banner zu den langen Wartezeiten für Fahrschulprüfungen

"Wir haben im Augenblick viele Gespräche mit Fahrschülern, weil die Ausbildung teurer wird, weil wir immer wieder Fahrstunden geben müssen, damit sie aus der Lernroutine nicht rauskommen und wir wissen noch nicht, wann wir die zur Prüfung bringen können."

Mehr Personal gefordert

Ganze 25 Prozent der eigentlich benötigten Prüfungstermine würde der TÜV noch vergeben, meint Schlegel. Da - anders als bei den Hauptuntersuchungen für das Auto - keine anderen Anbieter, wie zum Beispiel die Dekra, Prüfungen abnehmen dürfen, müsse der TÜV entweder sein Personal anders einsetzen oder mehr Prüfer einstellen.

Kommende Woche Demo vor dem Landtag

Um mehr Druck auszuüben, wollen die Fahrschulen in der kommenden Woche vor dem Landtag in Düsseldorf demonstrieren. Sie wollen durchsetzen, dass der TÜV entweder mehr Prüfungen durchführt oder andere Unternehmen für die Prüfungen zugelassen werden.

Stand: 29.05.2020, 16:06