Tödlicher Unfall auf der A46 soll rekonstruiert werden

Der Unfall auf der A46 bei Neuss, bei dem vor zwei Wochen ein Streifenwagen der Polizei einen Rentner erfasst und tödlich verletzt hatte, soll zeitnah rekonstruiert werden. Das teilte die Polizei Duisburg mit.

Laut einer Polizeisprecherin sind für die Rekonstruktion ähnliche Wetter- und Lichtbedingungen nötig. Aktuell laufe die Auswertung des Unfallfahrzeuges.

Älterer Mann war dement

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass das 84-jährige Opfer dement war. Laut der Polizei lebte der Mann noch zu Hause und wurde dort von einem mobilen Pflegedienst betreut. Als der Mann dort nicht aufzufinden war, wurde er als vermisst gemeldet – vermutlich von einer Pflegekraft bei einem regulären Besuche. Nach Angaben der Ermittler laufen derzeit Befragungen.

Der Mann aus Neuss war am Freitag vor zwei Wochen in der Dunkelheit auf dem linken Fahrstreifen auf Höhe des Autobahnkreuzes Neuss-West zu Fuß unterwegs gewesen, wie die Polizei mitteilte. Die Autobahnpolizei hatte einen Hinweis auf den unbekannten Fußgänger bekommen und daraufhin einen Einsatzwagen entsandt.

Zwei Beamte wollten den 84-Jährigen in Sicherheit bringen. Noch während der Anfahrt wurde er jedoch von ihrem Streifenwagen erfasst. Der Mann starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch an der Unfallstelle.

Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt

Aus Neutralitätsgründen untersucht die Polizei in Duisburg den Vorfall. Sie sucht nach Zeugen und befragt die beteiligten Beamten. Der Streifenwagen sei mit entsprechend angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen, hatte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei bereits am Samstag erläutert. "In der Dunkelheit hatten die Kollegen aber keine Chance."

Der Polizist am Steuer blieb unverletzt, seine Kollegin auf dem Beifahrersitz erlitt einen Schock und leichte Verletzungen an der Hand.