Urfttalsperre: Mann mit Vollgas hinter Auto mitgeschleift

Notarztwagen mit Blaulicht im Einsatz

Urfttalsperre: Mann mit Vollgas hinter Auto mitgeschleift

  • Mann offenbar 500 Meter mit Vollgas hinter Auto mitgeschleift
  • Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt wegen versuchten Totschlags
  • Euskirchener lebensgefährlich verletzt an Urfttalsperre gefunden

Nach dem Fund eines lebensgefährlich verletzten Mannes an der Urfttalsperre in Schleiden kommen am Dienstag (16.04.2019) grausame Details ans Licht. Offenbar wurde das Opfer an ein Auto gebunden und mit Vollgas 500 Meter weit mitgeschleift.

Täter ließen Opfer verletzt liegen

Zwei 36 und 37 Jahre alte Männer stehen im Verdacht, ihr Opfer von dessen Zuhause in Euskirchen-Kuchenheim verschleppt und mit einem Kleintransporter zur Urfttalsperre gebracht zu haben. Dort sollen sie ihn ausgezogen und mit stumpfer Gewalt verletzt haben, so die Aachener Staatsanwaltschaft.

Anschließend sollen sie den 39-Jährigen mit einem Strick an die Anhängerkupplung des Transporters gebunden haben und losgefahren sein. Mit Vollgas sollen sie ihn 500 Meter weit mitgeschleift haben.

Dann sollen sie ihrem Opfer persönliche Gegenstände, Handy und Bargeld abgenommen und den Mann lebensgefährlich verletzt liegen gelassen haben, so die Staatsanwaltschaft.

Hintergründe nebulös

Die beiden Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt wegen Freiheitsberaubung und versuchten Totschlags. Hintergründe der Tat und in welcher Beziehung die Männer zueinander standen, sind noch nicht bekannt.

Nur durch Zufall war das Opfer am ersten Aprilwochenende (06./07.04.2019) mit schwersten Verletzungen an der Urfttalsperre gefunden worden. Ansonsten wäre der Euskirchener vermutlich gestorben. Der Mann ist inzwischen außer Lebensgefahr und hat inzwischen ausgesagt.

Urfttalsperre: Mann mit Vollgas hinter Auto mitgeschleift

00:29 Min.

Stand: 16.04.2019, 11:50