Ein Kinderwagen steht auf einer Straßeninsel vor Verkehrsschildern. Im Hintergrund steht eine Polizistin.

Leverkusen: Auto fährt in Menschengruppe - Polizei geht von Raserei aus

Stand: 25.04.2022, 15:47 Uhr

Ein Autofahrer ist am Samstag in Leverkusen in eine Menschengruppe gefahren. Drei Menschen wurden verletzt.

Ein mutmaßlich betrunkener Autofahrer ist in Leverkusen in eine Menschengruppe gerast und hat drei Menschen zum Teil schwer verletzt. Der 47-Jährige sei am Samstagnachmittag auf einen Kreisverkehr zugefahren, habe die Kontrolle über seinen Wagen verloren und Menschen auf einer Fußgängerinsel erfasst, teilte die Polizei in Köln mit.

Die Spuren an der Unfallstelle legten nahe, dass der 47-Jährige rücksichtslos und zu schnell unterwegs war, so ein Sprecher der Polizei am Montag. Zeugen hatten berichtet, dass der Mann bereits vor der Kollision am Kreisverkehr waghalsige Überholmanöver und mit weit über Tempo 100 gefahren sein soll.

Dabei wurden eine 30 Jahre alte Frau und ihr acht Jahre altes Kind schwer verletzt. Ihr zweites Kind, das in einem Kinderwagen saß, überstand den Unfall unbeschadet. Ein weiteres, elf Jahre altes Kind, das nicht zu der Familie gehört, erlitt leichte Verletzungen.

Beherzter Augenzeuge nimmt Verfolgung auf

Der Fahrer flüchtete, konnte aber kurz darauf von der Polizei festgenommen werden. Denn ein Unfallzeuge hatte den Sportwagen verfolgt. "Er hat uns laufend den Standort durchgegeben, so dass wir den 47-Jährigen an seiner Wohnanschrift antreffen konnten", berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag.

Der Mann wurde zunächst festgenommen. Nach Polizeiangaben roch er nach Alkohol, verweigerte aber einen Atemtest, so dass ihm Blut abgenommen wurde, um den Alkoholkonsum nachzuweisen. Das Ergebnis der Blutuntersuchung lag am Montag noch nicht vor. Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt, ebenso das Auto. Er kam auf freien Fuß.

Ermittlungen wegen mehrerer Vergehen

Die Polizei ermittelt gegen den 47-Jährigen zudem wegen eines illegalen Autorennens, auch wenn es keinen Hinweis auf ein zweites beteiligtes Fahrzeug gab. Zeugen sagten aus, dass der Mann mit weit über Tempo 100 unterwegs gewesen sei - und mit quietschenden Reifen.

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