Wallfahrt nach Kevelaer zur "Trösterin der Betrübten" eröffnet

Innenansicht der St. Marien Basilika in Kevelaer

Wallfahrt nach Kevelaer zur "Trösterin der Betrübten" eröffnet

Mit einem Festgottesdienst in der Marienbasilika hat am Samstag das Wallfahrtsjahr in Deutschlands zweitgrößtem Wallfahrtsort Kevelaer begonnen.

Etwa eine Million Menschen strömen alljährlich in das 28.000-Einwohner-Städtchen. Kevelaer ist seit 1642 Marienwallfahrtsort - und reiht sich heute ein in Pilgerstädte wie Lourdes, Loreto und Guadalupe.

Am 1. Mai wird traditionell die Pilgersaison in den Marien-Wallfahrtsstätten eröffnet. In Kevelaer übernahm das in diesem Jahr der Abt Prämonstratenserklosters Hamborn, Albert Thomas Dölken. Nach alter Tradition klopfte er dabei dreimal symbolisch an die geschlossene Pilgerpforte. Dazu rief er den Satz "Öffnet die Tore unserem Erlöser Jesus Christus" in den Sprachen Latein, Deutsch, Niederländisch und Englisch. Anschließend zog er mit seinem Gefolge in die Kirche ein.

150 statt mehr als 1.000 Gottesdienstbesucher

Die Zahl der Gottesdienstbesucher war wegen der Corona-Pandemie von sonst mehr als 1.000 auf 150 Pilger begrenzt. Im Wallfahrtsjahr bis Anfang November würden wegen der Pandemie auch deutlich weniger Pilger erwartet, sagte der Kevelaerer Wallfahrtsleiter Rainer Killich. In normalen Jahren besuchen bis zu eine Million Pilger die Kleinstadt nahe der niederländischen Grenze.

Bitte um Beistand durch "Trösterin der Betrübten"

Marienbild

Marienbild in Kevelaer hat die Größe einer Postkarte

Die Gläubigen beten in der Gnadenkapelle vor der Kirche das winzige Marienbild "Trösterin der Betrübten" an und bitten um Beistand.

Auch wenn die Zahl der Pilger wegen der Corona-Auflagen geringer sei - die Nöte der Menschen seien es nicht, sagte Killich. Das sehe er schon daran, dass die Menschen zahlreiche Kerzen mit der Bitte um Beistand aufstellten.

Stand: 01.05.2021, 13:38