Betrunken auf Rettungsteam in Köln zugefahren

Rettungswagen

Betrunken auf Rettungsteam in Köln zugefahren

In Köln-Kalk ist eine alkoholisierte Autofahrerin mit Absicht auf ein Rettungsteam zugefahren. Nur mit Sprüngen zur Seite konnten sich die Besatzung des Rettungswagens und eine Notärztin in Sicherheit bringen.

Die 41-jährige Autofahrerin war Samstagabend (27.02.2021) erst auf die drei Sanitäter zugefahren. Die Rettungsassistenten konnten in letzter Sekunde verhindern, dass sie angefahren wurden. Das Team des Rettungswagens war auf die Frau aufmerksam geworden, weil sie sich zuvor lautstark mit einem Mann in einem Auto gestritten hatte, dessen Motor lief. Auf der Rückbank erkannten die Sanitäter Kinder, die weinten.

Die Rettungskräfte liefen zu dem Mercedes und boten ihre Hilfe an. Die Fahrerin soll die Sanitäter unmittelbar angeschrien und das Fahrzeug beschleunigt haben. Nur knapp konnten die Rettungskräfte eine Kollision verhindern. Der Beifahrer soll dabei noch aus dem anfahrenden Wagen gesprungen und fluchend weggelaufen sein.

Betrunkene Fahrerin griff Polizeibeamte an

Die Sanitäter alarmierten die Polizei. Wenige Minuten später soll die Frau mit den beiden Kindern im Auto wieder zum Ausgangspunkt zurückgefahren sein. Dabei ist sie nach Polizeiangaben unmittelbar auf eine Notärztin zugefahren, die versucht haben soll, sie auf der Fahrbahn durch Handzeichen zu stoppen. Auch die Ärztin musste zur Seite springen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Polizisten stoppten den Mercedes. Die 41-Jährige stieg aus und taumelte stark. Polizisten nahmen die Frau fest und brachten sie zum Streifenwagen. Dabei griff sie die Einsatzkräfte mit Fußtritten an. Die Beamten fesselten die Angreiferin. Ein Beamter erlitt leichte Verletzungen.

Frau hatte Alkoholgehalt von mehr als einem Promille

Ein Atemalkoholtest auf der Wache ergab einen Wert von über einem Promille. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an. Einen Führerschein konnte die Frau nicht vorweisen. Der sei - so gab sie an - vor einiger Zeit gestohlen worden. Die Kinder (Tochter und Freundin der Tochter) konnten bei den Eltern der Freundin untergebracht werden. Das Jugendamt erhielt einen entsprechenden Bericht.

Stand: 28.02.2021, 14:49