Neuer Atommüll-Transport nach Jülich dauert zehn Jahre

Dutzende gelbe Fässer auf Paletten übereinander gestapelt in einer Halle

Neuer Atommüll-Transport nach Jülich dauert zehn Jahre

  • Schwach radioaktiver Abfall ist bis zu 40 Jahre alt
  • Einige Fässer sollen schadhaft sein
  • Transporte sollen sich zehn Jahre hinziehen

Das Land Niedersachsen wird fast 1.500 Fässer mit schwach radioaktivem Abfall nach Jülich transportieren. Dort soll das Material in neue Behälter verpackt und zum Zwischenlager Leese an der Weser zurückgeschickt werden, das hat das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag (12.07.2018) mitgeteilt.

Nuklearer Abfall soll nachbehandelt werden

Die Abfälle stammen aus Krankenhäusern oder Forschungseinrichtungen und sind bis zu 40 Jahre alt. In Jülich sollen sie neu sortiert und nachbehandelt werden. Dazu gehört beispielsweise eine Trocknung der Abfälle. Das Land Niedersachsen hat einen Masterplan erstellt, wie die Abfälle "nachqualifziert" werden und wie die Transporte gestaltet werden können.

1.500 Atommüll-Fässer kommen nach NRW

WDR 5 Westblick - aktuell | 12.07.2018 | 04:21 Min.

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150 Fässer pro Jahr nach Jülich

Auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich werden jährlich etwa 150 der Fässer aus Leese angeliefert. Dort ist die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) ansässig, die unter anderem auf Nachbehandlung und Umverpackung von nuklearem Abfall spezialisiert ist. Insgesamt wird es zehn Jahre dauern bis alle 1.500 Fässer nachqualifiziert seien, so die Umweltbehörde. Von dem Zwischenlager Leese sollen sie ab 2030 in das Endlager Konrad bei Salzgitter gebracht werden.

Tonnen sollen in Container transportiert werden

Langer Gang mit dutzende gelben Fässern auf Paletten, die rechts und links übereinander gestapelt

Im niedersächsischen Landtag erklärte die Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen, einige Fässer hätten Lackschäden, Roststellen, schadhafte Gummidichtungen oder gewölbte Deckel. Sie werden deshalb nicht offen in Lkw transportiert, sondern in Container gestellt. Damit seien die Transporte sicher.

Stand: 12.07.2018, 15:29