Einspruchsverfahren gegen Atommüll-Endlager in Belgien endet

Mit gelben Tonnen und dem Radioaktiv-Zeichen demonstrieren Greenpeace-Aktivisten gegen das Atommüllendlager in Gorleben

Einspruchsverfahren gegen Atommüll-Endlager in Belgien endet

  • Öffentliches Online-Verfahren zur Endlagerung endet
  • Zwei von sieben möglichen Standorten liegen nahe Deutschland
  • Belgische Regierung in der Kritik

Die belgische Regierung sucht nach einem geeigneten Standort für ein Atommüll-Endlager. Derzeit prüft die zuständige Behörde "Neras" mögliche Standorte. Zwei davon liegen nahe der Grenze zu Deutschland.

Die Möglichkeit, in einem Online-Verfahren Einspruch gegen die Endlagerung in Belgien zu erheben, geht am Samstag (13.06.2020) zu Ende. Diese Option wurde Mitte Mai eher zufällig bekannt. Zu diesem Zeitpunkt lief das Verfahren bereits.

Bürgermeister wussten nichts vom Verfahren

Nicht einmal die Bürgermeister der betroffenen Regionen waren von der belgischen Regierung informiert worden. Kritiker werfen dieser nun Intransparenz vor. Es gebe zu wenige Informationen zu den Regionen, die in Betracht kämen. Außerdem müsse eine strategische Umweltprüfung durchgeführt werden.

Sieben Standorte in Belgien sind im Gespräch für ein mögliches Atommüll-Endlager. Darunter ist auch Stavelot bei Malmedy, eine Region in der Nähe des Hohen Venns. Das Plateau de Herve, 30 Kilometer westlich von Aachen, könnte ebenfalls als Standort für ein unterirdisches Atommüll-Endlager in Frage kommen.

Stand: 13.06.2020, 06:34

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