ART WEEK: Osteuropäische Künstler in Aachen

02:37 Min. Verfügbar bis 17.05.2023

ART WEEK: Osteuropäische Künstler in Aachen

Stand: 17.05.2022, 18:04 Uhr

Rave-Parade durch die Stadt, ungewöhnliche Fotos aus dem Kaukasus, Partys und Diskussionen in einer Fabrikhalle. Gerade läuft die ART WEEK in Aachen.

Von Arndt Lorenz

Party, Kunst und Musik – osteuropäische Subkultur ist gerade an mehreren Orten zu finden. Das Team des Kunst-und Eventkollektivs „Not Human“ hat wochenlang am Konzept der ART WEEK gefeilt, Veranstaltungsorte organisiert, Genehmigungen beantragt. Und das alles ehrenamtlich, aber mit viel Lust, die Aachener Szene zu bereichern.

1 Woche – 15 Events – 40 KünstlerInnen

Eröffnet wurde die ART WEEK bereits mit einer Rave-Parade durch die Innenstadt. So wollten die Organisatoren auf das Event aufmerksam machen. Mit viel Lautstärke und elektronischem Dance-Floor sollte das neue Veranstaltungskonzept den Aachenern vorgestellt werden. Außerdem gibt es Partys in der Halle 60 im alten Schlachthof. Mit Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und einer Ausstellung soll vor allem die Kulturszene osteuropäischer Länder und des Kaukasus vorgestellt werden.

Ausstellung über Diversität und LGBT-Themen

Gemeinsam mit dem georgischen Künstlerkollektiv „Yugen“ hat die deutsch-polnische Kuratorin Monika Dormiak die Ausstellung „Queer Feminism“ organisiert. Nachdem ein Veranstaltungsort wegbrach, sprang kurzfristig das „Atelierhaus“ im Depot ein. Dort sind jetzt eine Woche lang Werke von mehr als 40 osteuropäischen Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt.

Queer sein – in Osteuropa oft noch tabu

An der Ausstellung im Atelierhaus sind viele Künstler beteiligt, die homosexuell und divers sind. Mit ihren Skulpturen, Fotos, Gemälden und Videos berichten sie von ihrem Leben in den osteuropäischen Ländern und Anfeindungen in homophoben Gesellschaften. Die ART WEEK mit der Ausstellung und den Veranstaltungen dauert läuft noch bis zum 22. Mai in Aachen.

"Ich stehe zu meinem Schwulsein. Ich habe einen armenischen Ehemann, er kommt auch aus der Region. Wir kennen die Schwierigkeiten und wir wissen mit welchen Problemen Homosexuelle konfrontiert sind, in der Familie, in der Schule und sogar auf der Straße." Künstler Stefan Ragimov aus Aserbaidschan, lebt jetzt in der Türkei
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Stefan Ragimov