Startschuss für "Virtuelles Krankenhaus" in Aachen

Armin Laschet mit Mundschutz während ihm das "Virtuelle Krankenhaus" von einem Doktor erläutert wird.

Startschuss für "Virtuelles Krankenhaus" in Aachen

  • Armin Laschet eröffnet „Virtuelles Krankenhaus“
  • 200 Krankenhäuser sollen miteinander verbunden werden
  • Wegen der Corona-Krise wurde der Start vorgezogen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am Montag (30.03.2020) an der Aachener Uniklinik das sogenannte „Virtuelle Krankenhaus“ eröffnet. Damit sollen auch kleinere Krankenhäuser von den Experten der Unikliniken in Aachen und Münster profitieren.

Die medizinische Versorgung von schwer erkrankten Patienten soll möglichst überall verbessert werden - gerade in Zeiten von Corona gehört dazu, auch schneller reagieren zu können. Das Virtuelle Krankenhaus, dessen Startschuss eigentlich erst für den Sommer angedacht war und der jetzt wegen der Pandemie vorgezogen wurde, soll landesweit rund 200 Krankenhäuser per Telemedizin miteinander verbinden. Die Ärzte können sich digital austauschen, z. B. über die Beatmung von Corona-Patienten.

NRW: Virtuelles Krankenhaus steigert Zahl von Intensivbetten

WDR 5 Westblick - aktuell 30.03.2020 05:17 Min. Verfügbar bis 30.03.2021 WDR 5 Von Marco Poltronieri

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Klinikpersonal soll entlastet werden

Laschet erhofft sich gerade in der aktuellen Krisensituation Entlastungen für das Krankenhauspersonal. Zustände wie im italienischen Bergamo sollen möglichst verhindert werden. Man sei gut in der Zeit und hoffe auch mithilfe des Virtuellen Krankenhauses einen Beitrag leisten zu können, sodass im Notfall jeder die beste medizinische Betreuung erfahre. Eine weitere Entlastung könne das neue „Epidemie-Gesetz“ darstellen, das am Mittwoch im NRW-Landtag beschlossen werden soll.

Für das Projekt an der Aachener Uniklinik werden rund 30 Ärzte zusätzlich eingeplant, die rund um die Uhr erreichbar sein sollen.

Stand: 30.03.2020, 15:46