Artenschutztag: Kampf gegen das Aussterben im Düsseldorfer Aquazoo

Plastik eines Maifisches neben einem Behälter mit Jungfischen

Artenschutztag: Kampf gegen das Aussterben im Düsseldorfer Aquazoo

  • Artenschutztag im Düsseldorfer Aquazoo
  • Rückgang der biologischen Vielfalt
  • Schutzprogramme für Fische und Krebse

Biologen gehen davon aus, dass jedes Jahr weltweit mehrere zehntausend Tier- und Pflanzenarten verloren gehen.

Damit das Sterben nicht ungezügelt weitergeht, betreibt auch der Aquazoo in Düsseldorf viele Zucht- und Schutzprojekte. Der Artenschutztag am Sonntag (27.10.2019) will auch den Blick der Besucher darauf richten.

Millionen Maifischlarven ausgesetzt

Das Institut hat sich der Erforschung und Erhaltung verschiedener bedrohter Tiergruppen verschrieben. So war der Düsseldorfer Aquazoo auch an einer Wiederansiedlung der Heringsart "Maifisch" im Rhein beteiligt.

Anfang des 20. Jahrhunderts brachen die Bestände der Maifische im Rhein zusammen. Millionen von Maifischlarven wurden seit 2007 im Rhein ausgesetzt. Sie wurden in Frankreich gezüchtet und vor dem Besatz im Rhein markiert, um den Erfolg der Maßnahmen überprüfen zu können.

Heimische Flusskrebse in Gefahr

Der Artenschutztag stellt auch die Arbeit anderer Organisationen vor: So kämpft das Edelkrebsprojekt NRW etwa dafür, dass gefährdete Flusskrebsarten erhalten bleiben.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mit dem Edelkrebs und dem Steinkrebs zwei heimische Flusskrebsarten. Beide Arten sind vom Aussterben bedroht. Grund dafür sind unterschiedliche Bedrohungen.

Flusskrebs

In Gefahr: Der Edelkrebs

Die gravierendsten sind die Krebspest und die Verdrängung durch eingeschleppte amerikanische Flusskrebse. Diese sind biologisch überlegen und übertragen zudem die Krebspest, eine tödliche Krankheit für Stein- und Edelkrebs.

Stand: 27.10.2019, 10:19