Köln startet lokale Corona-Studie

In einem Labor wird der Abstrich eines Coronatests bearbeitet.

Köln startet lokale Corona-Studie

Stadt und Uniklinik Köln wollen mit einer lokalen Corona-Studie herausfinden, wie hoch die Dunkelziffer der mit Corona Infizierten Kölner ist.

In Köln sind bisher insgesamt 27.060 Corona-Fälle offiziell bekannt. Ob es tatsächlich jedoch schon weitaus mehr Infizierte gab, soll im Rahmen der "Cologne Corona Surveillance Studie" (CoCoS) untersucht werden.

Im Laufe des Januars erhalten 6.000 Kölner einen Fragebogen und sollen unter anderem Fragen zu ihrem Gesundheitszustand, ihrer Lebenssituation und ihrem persönlichen Infektionsrisiko beantworten. Das hat die Stadt heute bekanntgegeben.

Tests auf Corona und Antikörper

Alle Studienteilnehmer sollen nach Angaben der Stadt zweimal auf eine mögliche akute Infektion mit dem Virus und später auf Antikörper untersucht werden – im Januar und dann wieder im Anfang März 2021. Die Stadt hofft, dass durch die Studie ein vollständigeres Bild über das Infektionsgeschehen in Köln entsteht.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: "Die Dunkelziffer der Infizierten liegt möglicherweise weitaus höher als die uns bekannte Zahl der positiv Getesteten. Genauere Einsichten ermöglichen uns eine bessere Kontrolle der lokalen Epidemie und leisten einen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung der Corona-Pandemie. Aber nur wenn möglichst viele Kölnerinnen und Kölner teilnehmen, kann die Studie wertvolle Ergebnisse liefern."

Stand: 08.01.2021, 16:24