Große Anti-Terror-Übung in Kölner Innenstadt

Ein Mann wirft einen Gegenstand als Sprengkörper

Große Anti-Terror-Übung in Kölner Innenstadt

  • Beamte simulierten Einsatz gegen mehrere bewaffnete Täter
  • Ladenpassage in Kölner Einkaufszentrum gesperrt
  • Maskenbildner richteten Statisten her

In der Kölner Innenstadt ist am Sonntagmittag (25.02.2018) eine der bisher größten und aufwändigsten Übungen der Kölner Polizei zu Ende gegangen. Erstmals haben Beamte in einem echten Einkaufszentrum den Einsatz gegen bewaffnete Täter trainiert. Insgesamt waren 500 Polizisten an der Übung beteiligt, darunter auch Spezialeinsatzkommandos.

Mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte stürmten die Neumarkt-Galerie, eines der bekannten Kölner Einkaufszentren. Allerdings waren die blauen Maschinenpistolen nur Übungswaffen. Die eingesetzten Polizisten wurden mit einer schwer bewaffneten Tätergruppe, Schussgeräuschen und verletzten oder traumatisierten Passanten konfrontiert. Statisten wurden für die Übung von Maskenbildnern hergerichtet.

Einkaufszentrum am Neumarkt gesperrt

Ein Mann wirft einen Gegenstand als Sprengkörper

Täter-Darsteller wirft Sprengkörper

Damit alles möglichst realistisch wirkte, waren 200 Auszubildende der Polizei als Statisten im Einsatz. Das meiste war für mögliche Zuschauer nicht zu sehen. Damit keine Details zur Einsatztaktik bekannt werden, hatte die Polizei einen Sichtschutz vor dem Einkaufszentrum aufgebaut.

Die Polizei will die Übung jetzt auswerten, um Erkenntnisse für künftige Einsätze gegen Terroristen oder Amoktäter zu gewinnen. Es ist angedacht, dass die Beamten jetzt häufiger an Orten trainieren, die Ziel von bewaffneten Angriffen werden könnten.

Stand: 25.02.2018, 11:25