Anklage gegen ehemaligen Pfarrer wegen Geldwäsche

Bild: Schild mit Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach

Anklage gegen ehemaligen Pfarrer wegen Geldwäsche

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat erneut Anklage gegen einen ehemaligen Pfarrer aus Hückelhoven erhoben. Ihm wird Geldwäsche in 63 und Untreue in 148 Fällen vorgeworfen. Eine erste Anklage hatte das Amtsgericht nicht zugelassen.

Nach den erneuten Ermittlungen ist sich die Staatsanwaltschaft sicher: Der 57 Jahre alte Pfarrer hat für Betrüger gearbeitet, die im Ausland leben.

Diese haben im Internet ihren Opfern die große Liebe vorgegaukelt und dann um Geld gebeten - zum Beispiel für eine Anreise zum ersten Treffen. Dieses Geld überwiesen die Opfer auf die rund 160 Konten, zu denen der Pfarrer Zugriff hatte. Er leitete mehrere zehntausend Euro weiter.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der mittlerweile suspendierte Pfarrer dafür Provisionen erhielt. Brisant: Der 57-Jährige wurde schon einmal wegen Geldwäsche verurteilt.

Stand: 16.10.2020, 11:56

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