Mutmaßlicher Islamist nach Messerangriff auf Krefelder angeklagt

Dresden: Ein Kriminaltechniker stellt ein Messer am Tatort sicher.

Mutmaßlicher Islamist nach Messerangriff auf Krefelder angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Islamisten erhoben, der im Herbst 2020 in Dresden einen Mann aus Krefeld mit einem Messer getötet haben soll.

Dem mutmaßlichem Täter wurde die Anklage inzwischen zugestellt, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Demnach muss sich der Mann wegen Mordes, versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Laut Anklage handelte der Mann aus einer radikal-islamistischen Gesinnung heraus. Als Motiv wird Hass auf Homosexuelle vermutet.

Der Messerangriff hatte sich im Oktober letzten Jahres in der Dresdner Altstadt ereignet. Der Verdächtige soll völlig unvermittelt auf zwei Touristen aus NRW eingestochen zu haben. Das 55-jährige Opfer aus Krefeld starb kurz darauf im Krankenhaus. Sein 53-jähriger Begleiter aus Köln überlebte schwer verletzt.

Mutmaßlicher Täter seit Jahren bekannt

Der Mann war den Behörden seit Jahren bekannt gewesen. Er war nur wenige Tage vor dem Messerangriff aus dem Jugendstrafvollzug entlassen worden.

Ob und wann es zum Prozess kommt, entscheidet das Oberlandesgericht Dresden, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Stand: 04.03.2021, 15:52