Anklage gegen Böllerwerfer aus Kölner Stadion

Die Tribüne des Kölner Stadions, von dem der Böller im Derby geworfen wurde

Anklage gegen Böllerwerfer aus Kölner Stadion

  • Mutmaßlicher Böllerwerfer muss vor Gericht
  • Ihm droht eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren
  • Explosion verletzte mehr als 20 Menschen

Nach einer Böllerexplosion bei einem Bundesligaspiel im Kölner Stadion mit mehr als 20 Verletzten hat die Staatsanwaltschaft am Freitag (27.12.2019) Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben.

Freiheitsstrafe von zwei Jahren möglich

Die Staatsanwaltschaft wirft dem jetzt Angeklagten gefährliche Körperverletzung und einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vor. Die Explosion hatte im September das Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach überschattet.

Böller war in Deutschland nicht zugelassen

Der sehr laute Böller aus dem Kölner Block war kurz vor Abpfiff hinter dem Tor explodiert. Mehrere Menschen mussten mit Verdacht auf Knalltraumata in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Staatsanwaltschaft geht von insgesamt 22 Verletzten aus, darunter viele Ordner und Journalisten.

Der 1. FC Köln hatte nach dem Zwischenfall bereits ein Stadionverbot verhängt.

Stand: 27.12.2019, 16:28