Teppichhersteller Anker wird chinesisch

Viele Teppichrollen in Regalen gestapelt

Teppichhersteller Anker wird chinesisch

  • Teppichbodenhersteller Anker bald in chinesischer Hand
  • Dürener Standort soll Europazentrum werden
  • Zukunft der 250 Mitarbeiter noch unklar

Das Traditionsunternehmen Anker Teppiche aus Düren wechselt in chinesische Hände. Der asiatische Marktführer für Teppichfliesen übernimmt die Mehrheit an dem 160 Jahre alten Unternehmen.

Zukunft der Mitarbeiter noch ungewiss

Anker Teppiche soll langfristig zum Europazentrum für den neuen Mehrheits-Eigentümer ausgebaut werden. Was das für die 250 Mitarbeiter beim ältesten deutschen Teppichboden-Hersteller bedeutet, ist noch unklar.

Die Firma OFC aus einer Millionenstadt im Großraum Shanghai ist Marktführer in Asien für Teppichfliesen. Die sollen künftig auch von Düren aus in Europa verkauft werden. Das Zentrallager soll bei Anker Teppiche entstehen. Gleichzeitig sollen Anker-Produkte im chinesischen Markt und dort besonders bei Flug-Gesellschaften vertrieben werden, heißt es in einer Ankündigung.

Wichtiger Kunde brach weg

Ob das für die rund 250 Arbeitsplätze auf Dauer Sicherheit bietet, lässt der Betriebsrat derzeit prüfen. Anker Teppiche wurde vor 160 Jahren gegründet und gehörte bis jetzt zur bundesweit verzweigten Industriellen-Familie Schoeller.

Die Firma stattet vor allem Behörden, Großunternehmen und Fluggesellschaften mit hochwertigen Bodenbelägen aus und hatte zuletzt schwere Jahre. Zuletzt war ein großer Kunde weggebrochen.

Zukunft für Anker Teppiche

00:30 Min. Verfügbar bis 15.01.2021


Stand: 15.01.2020, 11:16