Amprion-Stromleitung soll Rhein bei Rees unterqueren

Amprion-Stromleitung soll Rhein bei Rees unterqueren

Von Dominik Peters

  • 300 Kilometer Stromtrasse von Küste ins Rheinland
  • Wohnsiedlungen will Amprion umgehen
  • Bundesnetzagentur muss entscheiden

Die geplante Stromautobahn des Netzbetreibers Amprion soll im Bereich Rees-Haffen den Rhein unterqueren. Die Pläne hat das Unternehmen am Donnerstagvormittag (11.01.2018) in Wesel vorgestellt. Für die Rheinquerung müsse man einen Tunnel graben, so ein Sprecher.

Nach derzeitigem Stand soll die Trasse vom westfälischen Rhede nach Rees verlaufen - und dann linksrheinisch weiter über Kalkar, Uedem, Sonsbeck und Viersen ins rheinische Osterrath. Diese Route sei am besten umsetzbar, teilte das Unternehmen mit. Alternativ denkt Amprion über eine Rheinquerung im Bereich Wesel nach.

Entscheidung liegt bei der Bundesnetzagentur

Wohnsiedlungen wolle man beim Bau der unterirdischen Stromtrasse vermeiden und Landwirte entschädigen, teilte das Unternehmen mit. Pro Kilometer rechnet Amprion mit fünf Millionen Euro für den Bau der Trasse. Bis März dieses Jahres will Amprion seine Pläne bei der Bundesnetzagentur einreichen. Die entscheidet am Ende, wo genau das Erdkabel verlegt wird.

Die insgesamt rund 300 Kilometer lange Stromtrasse A-Nord ist einer der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Sie bringt den Windstrom von den Küsten ins Rheinland. Nach den bisherigen Planungen soll die Leitung bis zum Jahr 2025 komplett fertiggestellt sein.

Stand: 12.01.2018, 10:23