Weiberfastnacht: Zwei Vergewaltigungen angezeigt

Weiberfastnacht: Zwei Vergewaltigungen angezeigt

  • Großes Polizeiaufgebot zu Weiberfastnacht in NRW
  • Sechs Sexualdelikte in Köln gemeldet
  • Tödlicher Unfall in Brühl

Der Auftakt des Straßenkarnevals in Nordrhein-Westfalen ist von einigen Unfällen und Sexualdelikten überschattet worden. In Brühl geriet ein 18-Jähriger zwischen zwei Waggons einer anfahrenden Straßenbahn und wurde überrollt. Er starb noch am Unfallort.

Köln: Jeck aus Rhein gerettet

In Köln wurden sechs Sexualdelikte angezeigt, darunter zwei Vergewaltigungen. Eine 21-jährige Frau wurde mit Gesichtsverletzungen angetroffen, die von einem sexuellen Übergriff berichtete. Ein Verdächtiger sei kurz darauf festgenommen worden. Eine zweite Frau zeigte einen Übergriff in ihrer Wohnung durch einen Mann an, den sie zuvor beim Feiern kennengelernt hatte.

Am frühen Abend musste die Feuerwehr einen Jecken aus dem Rhein bergen. "Der Mann war wohl nach einer Tanzeinlage auf der Mauer in den Rhein gestürzt - samt Bärenkostüm", sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem WDR. Ein Rettungsboot und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um den unterkühlten Mann zu bergen. Bei der Polizei in Köln und Leverkusen gingen 144 Anzeigen wegen Körperverletzung ein - es waren etwa doppelt so viele wie Weiberfastnacht 2017.

Mann läuft vor Straßenbahn

Am frühen Abend geriet in Köln ein junger Karnevalist unter eine Straßenbahn. Nach Angaben der Polizei war der 21-Jährige plötzlich auf das Gleisbett gelaufen. Rettungskräfte befreiten den Schwerverletzten.

Der Kölner Hauptbahnhof musste am Abend für 25 Minuten gesperrt werden, weil die Polizei einer Drohung nachging.

Düsseldorf: Sturz in die Düssel

Im Düsseldorfer Karnevalstreiben ist ein 19-Jähriger vier Meter tief in die Düssel gestürzt. Der junge Mann erlitt schwere Kopfverletzungen, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es laut Polizei nicht.

Abgesehen von dem Unfall sei der Karnevalsbeginn in Düsseldorf aber neben den üblichen Handgreiflichkeiten "in einem ruhigen Rahmen" verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Zahl der Einsätze habe sich deutlich reduziert, von 350 im Jahr 2017 auf 250 in diesem Jahr.

Bonn: 14 Festnahmen

In Bonn nahm die Polizei bis zum späten Abend 14 Menschen in Gewahrsam, die betrunken waren und randalierten. Mehr als 60 Platzverweise wurden erteilt. Außerdem berichtete die Polizei von zwei Fällen sexueller Belästigung.

Auch in Aachen mussten die Polizisten Streitigkeiten schlichten oder bei Schlägereien einschreiten. Es gab Anzeigen wegen Körperverletzung. Weitgehend sei aber friedlich gefeiert worden, so die vorläufige Bilanz.

Stand: 09.02.2018, 17:04