Altmaier auf Netzreise in Bornheim

Bundeswirtschaftsminister Altmaier im Gespräch mit demonstrierenden Bauern die Schilder halten mit der Aufschrift "Schneller Ausbau - Aber fair"

Altmaier auf Netzreise in Bornheim

Von Jochen Hilgers

  • Altmaier besucht Umspannwerk in Bornheim-Sechtem
  • Bundeswirtschaftsminister wirbt für Konsenslösungen
  • Einladung zu Netzgipfel im September

Auf seiner Netzreise hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Mittwochvormittag (15.08.2018) das Umspannwerk in Bornheim-Sechtem bei Bonn besucht. Hier baut der Netzbetreiber Amprion Hochspannungsleitungen. Altmaier wirbt auf seiner dreitägigen Reise durch NRW und Niedersachsen für den Stromnetzausbau und setzt dabei auf Konsenslösungen.

Stromtrasse nach Bornheim umstritten

Bundeswirtschaftsminister Altmaier unter einem Sonnenschirm, der von einer Frau gehalten wird

Altmaier vor der Umspannanlage in Bornheim-Sechtem

Die 35 Kilometer lange neue Trasse von Rommerskirchen nach Bornheim-Sechtem ist nicht unumstritten. Anwohner äußern Bedenken, Landwirte fordern jährliche Entschädigungszahlungen. Auf allen Stationen seiner Netzreise bietet der Bundeswirtschaftsminister den Dialog an. Die Probleme hält er für lösbar, jedoch könne nicht jeder Wunsch berücksichtigt werden, sagt Altmaier in Bornheim. Zu einem großangelegten Stromnetzausbau gebe es aber keine Alternative.

Altmaier lädt zu Netzgipfel im September ein

Altmaier erneuerte seine Einladung zu einem Netzgipfel am 20. September, bei dem Vertreter von Bund und Ländern mit Netzbetreibern über den weiteren Ausbau diskutieren sollen. 7.700 Kilometer Netzausbau seien notwendig, aber erst 950 Kilometer realisiert, hat die Bonner Bundesnetzagentur ausgerechnet. Zu wenig, um den im Norden produzierten Strom in den Süden Deutschlands zu transportieren, wo er benötigt wird.

Stand: 15.08.2018, 16:11