Blei im Boden: Alter Remscheider Schießstand wird saniert

Schießstand in Remscheid wird renoviert Lokalzeit2go - Bergisches Land 14.02.2019 02:39 Min. Verfügbar bis 14.02.2020 WDR Wuppertal

Blei im Boden: Alter Remscheider Schießstand wird saniert

  • Remscheider Schießstand ist voller Altlasten
  • Bleibelastung ist eine Gefahr für das Grundwasser
  • Sanierung wird mit Steuergeldern bezahlt

In Remscheid beginnt am Mittwoch (13.02.2019) die aufwendige Altlasten-Sanierung eines alten Schießstandes. Der Boden ist mit so viel Blei-Munition belastet, dass das Grundwasser gefährdet sein könnte.

Umweltamt sieht Gefahr für den Tenter Bach

Alte Tonscheiben auf dem Gelände des ehemaligen Schießstandes.

Schießscheiben verseuchen den Boden.

Der alte Schießstand steht im Ortsteil Baisiepen/Tente. Jetzt werden erst einmal Bäume und Sträucher entfernt, damit im Herbst der Boden auf dem mehr als 11.000 Quadratmeter großen Gelände abgetragen werden kann. Das Erdreich ist mit Blei-Munitionsresten belastet, außerdem mit Rückständen der Wurfscheiben, auf die vor allem Jäger jahrzehntelang geschossen haben. Die Umweltbehörde sieht eine Gefahr für den angrenzenden Tenter Bach und das Grundwasser.

Die Kosten von 750.000 Euro wird nach Einschätzung des Umweltamtes die Allgemeinheit tragen müssen. Ehemalige Eigentümer und Betreiber könne man nicht zur Verantwortung ziehen. Der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) übernimmt deshalb 80 Prozent der Kosten, die Stadt Remscheid bezahlt nach eigenen Angaben die verbleibenden 20 Prozent.

Jagdverein kann teure Sanierung nicht zahlen

Die Jäger hatten unter anderem ein Umweltgutachten bezahlt. Sie betonen, der Schießstand sei jederzeit legal und mit Genehmigung der Behörden betrieben worden. Die teure Sanierung des Geländes könne der kleine Verein jedoch nicht bezahlen.

Stand: 13.02.2019, 16:14