Alpenverein plant Selbstversorgerhaus auf Vogelsang

Die Burg Vogelsang umgeben von grünen Wiesen und Bäumen

Alpenverein plant Selbstversorgerhaus auf Vogelsang

  • Standort ist ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel
  • Mehrbettzimmer für insgesamt 24 Gäste geplant
  • Verein will Wandern und Kultur verbinden

Die Eifel-Sektion des Deutschen Alpenvereins hat am Dienstag (18.02.2020) ihre Pläne für ein Selbstversorgerhaus in Burg Vogelsang vorgestellt.

Der Verein will Wanderern ab Ende nächsten Jahres eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit bieten. Im so genannten Malakoff-Gebäude der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang sollen Mehrbettzimmer für 24 Gäste entstehen. In dem Gebäude hatten die belgischen Streitkräfte einst Arrestzellen untergebracht. Diese sollen aus Denkmalschutzgründen zum Teil erhalten bleiben.

Preise günstiger als in der Jugendherberge

Für die Gäste soll es in dem Selbstversorgerhaus eine Küche und einen Aufenthaltsraum sowie Sanitärräume geben. Speziell für Jugendliche wird ein Bolder-Raum eingerichtet, in dem Klettern ohne Sicherung trainiert werden kann. Der Übernachtungspreis soll nach Auskunft des Alpenvereins günstiger sein als in einer Jugendherberge. Gerechnet wird mit einem Preis von sechs bis sieben Euro für Mitglieder, Nichtmitglieder müssten das Doppelte zahlen.

Auseinandersetzung mit NS-Vergangenheit

Am Standort Burg Vogelsang könnten Wandern und Kultur verbunden werden, sagte der Vorsitzende der Eifel-Sektion. Das sei vor allem im Hinblick auf die Vergangenheit des Alpenvereins notwendig, welcher mit den Nationalsozialisten sympathisiert habe und schon früh Juden als Vereinsmitglieder ausschloss. Die Dauerausstellungen auf Vogelsang sollen helfen, dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte aufzuarbeiten.

Stand: 18.02.2020, 20:40