Alkoholfreier Karnevalszug in Geldern-Veert

Der Umzug in Geldern-Veert am Samstag.

Alkoholfreier Karnevalszug in Geldern-Veert

Von Andreas Palik

  • Alkoholverbot beim Karnevalsumzug am Samstag
  • Betroffen waren Veert und Kapellen
  • Ziel waren weniger alkoholisierte Jugendliche

Besucher des Karnevalsumzugs in Geldern-Veert mussten am Samstag (22.02.2020) beim Schunkeln auf Bierchen und Kurze verzichten. Weil es in den letzten Jahren immer wieder zu Problemen mit stark alkoholisierten Jugendlichen gekommen war, hatte die Stadt ein Alkoholverbot verhängt.

Die Auflage galt im Ortskern von Veert bis 20 Uhr. 18 Mitarbeiter von Ordnungsamt und Polizei setzten das Verbot durch. Bei einem Verstoß wurde zunächst eine Verwarnung ausgesprochen, bei einem erneuten Verstoß wurde ein Verwarngeld in Höhe von 50 Euro fällig.

Karneval soll familienfreundlicher werden

Durch das Verbot sollte der Karneval wieder familien- und kinderfreundlicher werden, so Herbert van Stephoudt, Pressesprecher der Stadt Geldern. "Wir hatten letztes Jahr die Schwierigkeiten, dass einige über den Durst getrunken haben", sagte Bürgermeister Sven Kaiser. "Und das ist nicht in Freude umgeschlagen, sondern gab Ärger. Man kann auch vor und nach dem Zug trinken, das passt dann."

Bei den Karnevalisten gingen die Meinungen über das Alkoholverbot auseinander. "Ich finde das toll. Wir sind mit Kindern hier und da muss man sich nicht besaufen" sagte ein Vater. "Ich finde das unnötig, man soll doch den Jugendlichen den Spaß lassen", sagte dagegen eine Besucherin.

Einige Gruppen sagten Teilnahme ab

Johannes Kubon, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Veerter Karnevals, hatte im Vorfeld bestätigt, dass einige Gruppen ihre Teilnahme wegen des Alkoholverbots abgesagt hatten.

Beim Karnevalsumzug in Kapellen am vergangenen Sonntag hatte es bereits ein ähnliches Verbot gegeben. Andere Züge in Geldern sind von einem Alkoholverbot nicht betroffen.

Alkohol erst ab 18?

WDR 5 Westblick - aktuell 21.02.2020 04:10 Min. Verfügbar bis 20.02.2021 WDR 5 Von Martina Koch

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Stand: 22.02.2020, 19:13

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