Hambacher Forst: Neun Monate Haft fürs Protest-Trommeln?

Polizeibeamte blicken auf besetzte Bahngleise

Hambacher Forst: Neun Monate Haft fürs Protest-Trommeln?

Eine Aktivistin aus dem Hambacher Forst wehrt sich seit Freitag (29.03.2019) vor dem Landgericht Köln gegen eine Verurteilung wegen schweren Landfriedensbruchs und Beihilfe zu versuchter Körperverletzung.

Die 23-Jährige war im Juli 2018 vom Amtsgericht Kerpen zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Nach Auffassung der Richter hatte sie im März andere Aktivisten durch "Trommeln auf einem Lärminstrument" beim Werfen von Feuerwerkskörpern auf Polizisten angefeuert.

Hambacher Forst: Ein symbolträchtiger Ort

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 29.09.2018 02:54 Min. Verfügbar bis 28.09.2019 WDR 5

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Der Verteidiger der Frau sagte vor Gericht, der Protest im Hambacher Forst solle kriminalisiert werden. Er kritisierte, seine Mandantin sei wegen Beihilfe zur versuchten Körperverletzung verurteilt worden, obwohl das Verfahren gegen den eigentlichen Böller-Werfer noch nicht einmal eröffnet worden sei.

Die Frau war im Oktober 2018 nach über sechs Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden. Der nun zuständige Berufungsrichter hatte den Untersuchungshaftbefehl aufgehoben.

Hambach: Provokationen nehmen kein Ende Westpol 02.12.2018 UT DGS Verfügbar bis 02.12.2019 WDR

Stand: 29.03.2019, 19:18