NRW-Kommunen fordern Hilfe gegen Waldsterben

Der erweiterte Vorstand des Verbandes der Waldbesitzer der NRW Gemeinden und Herrn Staatssekretär Heinrich Bottermann aus dem Umweltministerium NRW

NRW-Kommunen fordern Hilfe gegen Waldsterben

Von Stephan Kern

  • Städtische Wälder vom Klimawandel bedroht
  • Waldumbau mit anderen Baumarten
  • Mehr CO2-Speicherung durch Holzbau und CO2-Prämien

Der Gemeindewaldbesitzerverband NRW hat am Freitag (23.08.2019) einen Aktionsplan beschlossen, um die durch Hitze und Dürre bedrohten städtischen Wälder zu retten. Darin fordern sie von Bund und Ländern eine auf mindestens zehn Jahre angelegte Hilfe, um die 'grünen Lungen' in den Kommunen zu erhalten.

Schwere Krise in der Forstwirschaft

Gefällte Kahlfläche nachdem Fichten von Borkenkäfern zerstört wurden

Gefällte Kahlfläche nachdem Fichten von Borkenkäfern zerstört wurden

Es sei die schwerste Krise in der Forstwirtschaft seit Jahrzehnten heißt es in dem Aktionsplan. "Wir stehen vor einem Waldsterben 2.0 und der Kommunalwald braucht Hilfe," sagte Gerd Landsberg vom Gemeindewaldbesitzerverband NRW. In einem verfassten Positionspapier fordert der Verband von Bund und Ländern finanzielle Hilfe für einen klimagerechten Waldumbau.

Starke Wälder für den Klimaschutz

So sollen Monokulturen durch Mischwald ersetzt werden mit anderen Baumarten, wie etwa Douglasien, Mammutbäumen und Libanonzedern. Außerdem fordert der Verband der Waldbesitzer eine CO2-Prämie: So würde das Aufforsten, das derzeit vielen Forsteigentümern zu teuer ist, wirtschaftlich belohnt. Außerdem könnten Holzhäuser was fürs Klima tun, so der Verband. Denn auch weiter verarbeitetes Holz speichert CO2.

Der deutsche Wald schwächelt - was tun?

WDR 5 Profit - aktuell 05.08.2019 03:16 Min. Verfügbar bis 04.08.2020 WDR 5

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Masterplan "Grüne Lungen" in Städten

Es bräuchte auch mehr Personal im Forstbereich. Obwohl die Herausforderungen immer größer werden, sei in den letzten Jahren das Personal stetig abgebaut worden. Oft würden es die Waldeigentümer nicht schaffen, die vielen abgestorbenen Bäume aus den Wäldern zu schaffen.

Gerade für die Bekämpfung von Borkenkäfern sei das aber wichtig, denn die Käfer würden sich auch in den abgeschlagenen Fichten vermehren. Mit den Forderungen positionieren sich die kommunalen Waldbesitzer in NRW für den nationalen Waldgipfel mit Landwirtschaftsministerin Klöckner im September in Berlin.

Stand: 23.08.2019, 16:25