Berg-Ahorne in Bonn von gefährlichem Pilz befallen

Von einem Pilz befallene Ahorne ragen in den Himmel.

Berg-Ahorne in Bonn von gefährlichem Pilz befallen

  • Rußrindenkrankheit breitet sich stark aus
  • schon 500 von 3.500 Berg-Ahornen erkrankt
  • Sporen können allergische Reaktionen auslösen

Im Bonner Stadtgebiet infizieren sich immer mehr Berg-Ahorne mit der Rußrindenkrankheit. Der Pilz bewirkt, dass die Bäume absterben. Bei direktem Kontakt kann es außerdem zu allergischen Reaktionen kommen. Die Stadt will alle betroffenen Bäume fällen.

Erreger erstmals 2018 aufgetaucht

Die Rinde eines Berg-Ahorns wellt sich durch Pilzbefall.

Die Rinde eines befallenen Berg-Ahorns.

Mitarbeiter der Stadt Bonn haben im vergangenen Jahr die ersten erkrankten Bäume entdeckt. In diesem Jahr sind schon mindestens 500 von 3.500 Berg-Ahornen im Stadtgebiet befallen. Bislang sind vier betroffene Waldgebiete bekannt. Einige der infizierten Berg-Ahorne stehen in der Rheinaue, in Hochkreuz und Oberkassel. Auch an der Gesamtschule in Beuel wurden erkrankte Bäume entdeckt. Die etwa 140 Berg-Ahorne dort hat die Stadt bereits fällen lassen.

Ahorn wird schwarz und stirbt ab

Der Pilz Crytostroma Corticale stammt ursprünglich aus Nordamerika. Lange Trockenphasen begünstigen seine Ausbreitung. Wenn er einen Berg-Ahorn befällt, platzt die Rinde nach kurzer Zeit auf und der darunter liegende Stamm färbt sich schwarz. Für die meist jungen Bäume ist ein Befall immer tödlich. Da die Gefahr besteht, dass sich die Sporen weiter vermehren, müssen Waldarbeiter alle befallenen Ahorne fällen und das Holz möglichst schnell verbrennen.

Arbeiter müssen sich schützen

Für Menschen gefährlich sind die Sporen nur bei direktem Kontakt, zum Beispiel für Waldarbeiter. Der Pilz löst Symptome aus, die einem grippalen Infekt ähneln. Wer einfach nur im Wald spazieren geht, für den besteht keine Gefahr.

Stand: 25.04.2019, 16:24

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