AfD zieht "Machetenmann" als Direktkandidaten zurück

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AfD zieht "Machetenmann" als Direktkandidaten zurück

  • AfD will "Machetenmann" als Düsseldorfer Kandidaten zurückziehen
  • Er zerstörte im Hofgarten ein Zelt und Büsche mit Machete
  • AfD sieht "Reputation als Rechtsstaatspartei" gefährdet

Die AfD will den so genannten "Machetenmann" als Kandidaten für die Kommunalwahl in Düsseldorf zurückziehen. Das hat die Partei am Donnerstag (23.07.2020) mitgeteilt.

Seine Aufstellung beschädige "die gute Reputation der AfD als Rechtsstaatspartei", heißt es vom Landesverband. Der Umfang der Taten des Mannes sei nicht bekannt gewesen.

Der Düsseldorfer Kreisverband will den Kandidaten nun noch bis zum Ende der Einrichtungsfrist am Montag (27.07.2020) austauschen.

Geldstrafe wegen Sachbeschädigung

Der 75-Jährige hatte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil er im Hofgarten wiederholt mit einer Machete unterwegs war.

Er zerschnitt Büsche und wollte damit nach eigener Aussage Verstecke von Obdachlosen und homosexuellen Paaren zerstören. Weil er auch das Zelt eines Obdachlosen zerschnitten hatte, war er zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro verurteilt worden.

Kehrtwende der AfD

Ein AfD-Sprecher hatte Anfang der Woche zu der Nominierung des 75-Jährigen zunächst erklärt, der Mann habe seine Strafe bekommen und sei "keiner von der üblen Sorte". Seine Kandidatur sei eine reine Formalie, damit alle 41 Wahlkreise in der Stadt von der Partei besetzt seien.

Stand: 24.07.2020, 09:04