Müllgebühren: Windeln sorgen in Kürten für Ärger

Windel auf Straße

Müllgebühren: Windeln sorgen in Kürten für Ärger

  • Windeln machen den Restmüll teuer
  • Gemeinde wiegt den Abfall
  • Kürtener werfen Windeln in Container der Nachbargemeinden

In Kürten ärgern sich derzeit viele Familien über die Kosten für den Restmüll. Sie fühlen sich benachteiligt, da vor allem Windeln den Restmüll teuer machen. In der Gemeinde wird der Restmüll gewogen. Die Preise richten sich nach dem Gewicht.

49 Cent kostet ein Kilo Restmüll in Kürten

volle Container

Die Windel-Container in Wipperfürth waren in der Vergangenheit oft voll

Es sei das gerechtere System, deshalb bleibt die Gemeinde beim Wiegen des Restmülls. 49 Cent kostet derzeit ein Kilo Müll. Im kommenden Jahr sinkt die Gebühr immerhin auf 40 Cent, gleichzeitig steigt die Grundgebühr. Der Bergische Abfallwirtschaftsverband beruft sich auf eine Befragung der Haushalte: Danach hatten sich nur 20 Prozent der Kürtener gegen das Wiegen des Hausmülls ausgesprochen.

Mülltourismus nimmt zu

Allerdings wurden nur Hauseigentümer befragt. In der Vergangenheit hatte Mülltourismus in die Nachbarstädte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. So hatte die Stadt Wipperfürth Probleme mit übervollen Windelcontainern. Der Bergische Abfallwirtschaftsverband hat in Kürten jedoch noch keine überquellenden öffentlichen Mülltonnen festgestellt und spricht von vergleichsweise niedrigen Grundgebühren für den Hausmüll im Vergleich zu den Nachbarstädten.

Stand: 06.12.2018, 10:35