ADFC demonstriert mit Pop-Up-Radweg in Köln

Pop Up Radweg Köln

ADFC demonstriert mit Pop-Up-Radweg in Köln

  • ADFC demonstriert für bessere Radwege in Köln
  • Aus drei Kilometern Autospur wird temporär ein Radweg
  • Forderung: mehr Platz für Radfahrer

Unter dem Motto "Wir sind mit Abstand der beste Verkehr" haben am Sonntag (21.06.2020) hunderte Radfahrer nit lautstarkem Klingeln und bunten Plakaten für bessere Fahrradwege in Köln demonstriert. Ein sogenannter Pop-Up-Radweg, also ein Radweg auf Zeit, sollte deutlich machen, wie wenig Platz Fahrradfahrer in Köln normalerweise haben.

Sicheres Überholen auf Pop-Up-Radweg

Kniehohe, rot-weiße gestreifte Verkehrskegel trennen den Pop-Up-Radweg von der Autospur ab. "Auf dem drei Meter breiten Streifen ist jetzt auch endlich mal genügend Platz, um gefahrlos zu überholen", erklärt Christoph Schmidt vom ADFC Köln, "schließlich gibt es große Unterschiede bei der Geschwindigkeit, mit der die Menschen auf ihren Rädern unterwegs sind. Die einen radeln gemütlich mit 12 km/h, andere sind locker mit Tempo 30 unterwegs." Sicheres Überholen sei auf den alten Radwegen aus den 1970er-Jahren nicht gut möglich.

Pop-Up-Radweg in Berlin als Vorbild

Demo für besseren Radverkehr in Köln

Hunderte Radfahrer forderten mehr Platz auf der Straße

"An vielen Stellen in Köln wird der Platz von den Autofahrern gar nicht vollständig ausgenutzt", so Christoph Schmidt vom ADFC Köln, "da bleiben ganze Spuren teilweise leer und ungenutzt, die eignen sich prima für die Radfahrer und das wollen wir mit unserer Aktion zeigen." Andere Städte wie Berlin, Brüssel und München würden Autostreifen schon längst unbürokratisch in Fahrradspuren umwandeln. Das wünscht sich der ADFC auch verstärkt für Köln.

Stand: 21.06.2020, 18:20