ADFC testet Düsseldorfer Umweltspur

Autos fahren auf einer zweispurigen Straße.

ADFC testet Düsseldorfer Umweltspur

  • Fahrradclub testet dritte Umweltspur
  • Alltagsradler neben Bussen und Taxis
  • ADFC für abgetrennte Radwege

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat am Montagmorgen (28.10.2019) - nach den Herbstferien - die dritte Umweltspur in der Düsseldorfer Innenstadt getestet. Die Radfahrer wollten ausprobieren wie sie im Berufsverkehr klarkommen.

Geeignet für Alltagsradler?

Der Fahrradclub wollte herausfinden, ob Radfahrer neben Bussen und Taxis - die auch auf der Spur fahren dürfen - überhaupt fahren können. Denn für Alltagsradler sei das Fahrtempo auch eine entscheidende Voraussetzung dafür, die Umweltspur zu nutzen. Aus dem Test heute sollten dann aber auch Schlussfolgerungen für künftige Verkehrsplanungen gezogen werden.

ADFC-Test lief positiv

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat die neue Umweltspur am Montagmorgen in einem Pulk von etwa 50 Radfahrern getestet. "Die Fahrt war angenehm und entspannt", zog die stellvertretende Vorsitzende in Düsseldorf, Lerke Tyra, ein positives Fazit. Allerdings könnten Busse im Zweifel die Radfahrer nicht überholen. Der Stau der Autos habe sich bereits ab der Uniklinik in Richtung Innenstadt weitgehend wieder aufgelöst.

Die Stadt will am Dienstag (29.10.2019) eine erste Zwischenbilanz der insgesamt drei Umweltspuren in Düsseldorf ziehen und einen Ausblick geben, wie es mit dem Gesamtprojekt weitergeht. Die Politik soll voraussichtlich Ende November über den zentralen Teil der großen Umweltspur entscheiden, der auch die hochbelastete Corneliusstraße umfasst.

Stand: 28.10.2019, 06:56

Kommentare zum Thema

6 Kommentare

  • 6 B. Müller 28.10.2019, 12:16 Uhr

    Ein Rückstau bis auf die A46 ist auf die Dauer kontraproduktiv. Eines der Mittel dagegen sind Fahrgemeinschaften und damit weniger Autos. Dafür braucht es keinen ausgebauten ÖPNV und keine P&R-Parkplätze, an denen es ja aktuell noch häufig fehlt. Heute morgen gegen 8 Uhr konnte ich allerdings an der Umweltspur noch so gut wie keine Fahrgemeinschaften entdecken. Es wäre schön, wenn sich an dieser Stelle in den nächsten Tagen etwas tut. Bei ausreichend Fahrgemeinschaften ist dann auch der Rückstau auf die A46 weg.

    Antworten (1)
    • Ralf T. 28.10.2019, 16:44 Uhr

      In der guten alten Zeit hätten Fahrgemeinschaften gut funktioniert aber nicht mit KapovAz. Nicht nur Lohn sondern andere Arbeitsbedingungen sind auf breiter Front demontiert. Haben alle ihren geregelten 8 Std./Tag und wohnen zufällig in der gleichen Gegend kann das funktionieren. Wird einer früher nach Hause geschickt und der andere muss Überstunden machen gibt es ein Problem; ohne öffentliche Verkehrsmittel bei Streckenstilllegung ein unlösbares Problem. Da geht so vieles völlig an der Realität vorbei. (Ich übersetzte mal die Geheimsprache: KapovAz = Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit)

  • 5 M. Finke 28.10.2019, 11:52 Uhr

    Warum macht es diese komische Stadt nicht wie Los Angeles ? Die Umweltspur ist nur für zahlende S-Klasse Fahrer frei, damit die Schüler pünktlich in der Schule ankommen. Ich fänds cool.

  • 4 Ralf T. 28.10.2019, 11:11 Uhr

    Wie breit ist die Spur? Wie breit ist ein Bus? Der Abstand zum Fahrrad sollte 1,5 Meter betragen. Wie lang ist der neue Rückstau? Man kann Kapazität von der Straße wegnehmen, wenn man vorher Kapazität in öffentliche Verkehrsmittel geschaffen hat, was recht teuer wird wenn man in das ländliche Umfeld gehen muss. Aber einfach nur Kapazität beim Verkehr streichen führt zu noch mehr Chaos und Umweltbelastung. Ich vermute mal, was Gerd Schröder an Demontage der SPD auf Bundesebene geschafft hat, kann Thomas Geisel auf kommunaler Ebene locker übertreffen.

  • 3 T. Kierspel 28.10.2019, 10:47 Uhr

    Diese neue (3.) Umweltspur ist eine Vollkatastrophe ! Rückstau bis auf die Autobahn A46; Stau im Werstener Tunnel; erhebliche gestiegene Unfallgefahr !!! Die Umweltspur wird von Fahrradfahrern gar nicht genutzt, denn die fahren auf der anderen Straßenseite entlang der Uni-Klinik auf einem breiten Radweg. Außerdem: wieso darf ein TAXI die Umweltspur benutzen ? Als Pendler kann ich nur sagen: So wird Düsseldorf als Arbeitsplatz und als Wirtschaftsstandort unattraktiv !!

  • 2 Vogel 28.10.2019, 10:26 Uhr

    Guten Tag zusammen, Ich wohne in Ulm im größten Wohngebiet eselsberg und muss täglich ins größte Industriegebiet Donautal Es gibt eine direkte ca. 7 km lange bundesstraße dazu, leider ohne radweg! Die "zusammenfeflickten" radwege die oft im nirvana enden und durch viele Ampeln und Umwege beträgt die Fahrzeit ca. 25 Minuten. Auch eine direkte busverbindung gibt es nicht..... Mit 1 mal umsteigen Fahrzeit vom Nahverkehr ca. 45 Minuten.. Täglich Rollen tausende Pkws hier durch... Und nichts passiert. Dieses Jahr wurde die straße schoen und neu asphaltiert, aber wieder kein radweg... Nennt sich das eine Umwelt Politik oder guter Ausbau des Nahverkehrs? Da darf man nur den Kopf schütteln! Aber die Verantwortlichen sehen das ja nicht, weil die getönten Scheiben ihrer PS starken Limousinen keinen Blick in die "wahre Welt" zulassen. Mann ist das traurig, arme Umwelt. Ein besorgter Bürger der keine Veränderung sieht. Herr Vogel

  • 1 Autofahrer 28.10.2019, 10:08 Uhr

    Ein gut ausgebautes Radwegenetz bringt mehr Bürger auf Fahrrad, da in der Stadt viele kurze Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, wenn die RadInfrasruktur dafür vorhanden ist. Mehr Fahrradfahrer ist auch zum Vorteil der Autofahrer da weniger Autos auch weniger Stau bedeutet.

    Antworten (1)
    • T. Kierspel 28.10.2019, 10:42 Uhr

      Na klar... wenn ich als Pendler mit dem Fahrrad auch auf der Standspur der A59 fahren darf... super!