Flut in Erftstadt-Blessem: Acht Häuser zerstört

Massiver Erdrutsch im Stadtteil Blessem in Erftstadt (16.07.2021)

Flut in Erftstadt-Blessem: Acht Häuser zerstört

Von Sabine Büttner

Nach dem Hochwasser in Erftstadt-Blessem müssen weitere Häuser an der Abrisskante abgerissen werden.

Gestern hat die Stadt bereits ein Gebäude abreißen lassen. Nun ist klar, dass weitere Häuser nicht mehr zu retten sind.

Wie die Stadt dem WDR heute auf Anfrage mitgeteilt hat, sind bereits gestern die Reste eines Wohnhauses abgerissen worden, das durch das Hochwasser und den Erdrutsch stark zerstört war. Weitere vier Häuser, so die Stadt, seien akut einsturzgefährdet. Hier seien die Arbeiten eingestellt worden, um die Sicherheit nicht zu gefährden. In dem Erdloch finden derzeit unter anderem Arbeiten mit einem Bagger statt, der die Abbruchkante und die Böschung sichern soll.

Eigentümer der Häuser über Abriss informiert

Insgesamt sind nach Angaben der Stadt Erftstadt acht Wohnhäuser zerstört. Die Eigentümer seien informiert. Bürgermeisterin Carolin Weitzel habe außerdem mit einigen der Bewohner gesprochen und ihnen persönlich mitgeteilt, dass der Abriss bevorsteht.

„Ich bin sehr traurig, dass wir den Bewohnerinnen und Bewohnern das Betreten ihrer Häuser nicht mehr ermöglichen konnten, aber die Sicherheit von Leib und Leben hat oberste Priorität“, so Weitzel. Bei den Abrissarbeiten sei es gelungen, persönliche Gegenstände zu sichern. Diese wurden den Bewohnern übergeben. Wann die Häuser abgetragen werden, dazu machte die Stadt Erftstadt keine Angaben.

Andere Häuser können erhalten bleiben

Bei einer Infoveranstaltung am Donnerstag (29.07.) betonte einer der Geologen, die vor Ort sind, dass auch Häuser gerettet werden konnten – außerdem ein Großteil der Burg und der Reitanlage. Wie die Stadt jetzt mitteilt, ist die Abbruchkante inzwischen so verdichtet, dass erste Häuser im Bereich zwischen Blessemer Eck und der Abbruchkante als gesichert erscheinen.

Das Wasser hatte vor rund zwei Wochen am Ortsrand von Blessem einen metertiefen Krater ausgehöhlt. Damals waren bereits drei Wohnhäuser den Fluten zum Opfer gefallen.

Stand: 30.07.2021, 15:06