Eine Hand füllt eine Flüssigkeit in verschließbare Bechälter

Mönchengladbach und Krefeld wollen Abwasser auf Omikron-Variante untersuchen

Stand: 23.12.2021, 10:28 Uhr

Corona-Infizierte scheiden Bestandteile der Viren aus. Um frühzeitig mehr über die Verbreitung der Omikron-Variante zu erfahren, wollen einige Kommunen nun ihr Abwasser untersuchen.

Auch in Krefeld und Mönchengladbach wurden längst Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante nachgewiesen. Wie stark sie verbreitet ist, wollen die Städte nun auch mithilfe von Abwasseranalysen untersuchen. Denn infizierte Menschen scheiden Bestandteile der Coronaviren aus.

Screening von Abwasser in Mönchengladbach und Krefeld

Abwasserreinigung: Im Vorklaerbecken einer Klaeranlage wird das Abwasser mechanisch gereinigt.

Das sogenannte Screening von Abwasser soll in Mönchengladbach und Krefeld wie eine Art Frühwarnsystem funktionieren. Forscher erhoffen sich auch Rückschlüsse auf die Frage, wie dynamisch das Infektionsgeschehen ist.

Die Städte könnten dann früher als bisher mit Maßnahmen reagieren, um eine Infektionswelle einzudämmen. Krefeld nimmt an einer Studie teil, Mönchengladbach hat sich laut Niersverband für ein Pilotprojekt beworben.

Vorbild München

In München wurde bereits zu Beginn der Pandemie mit einem Abwasser-Monitoring begonnen. Am Dienstag wurde bekannt, dass die neue Omikron-Variante dort schon seit zwei Wochen im Abwasser nachweisbar sei, so Forscher der Münchener Uniklinik.

Omikron zuerst im Abwasser nachgeweisen

In München wurden schon vor dem 10. Dezember stichprobenartig Wasserproben untersucht. Dabei sei in fünf von sechs Proben die Omikron-Variante des Corona-Virus' nachgewiesen worden. Das weist darauf hin, dass die neue Variante in München bereits verbreiteter ist, als bisher angenommen.

Das Abwasser-Screening könnte generell früher warnen, da zwischen dem Anstieg der Neuinfektionen und den offiziellen Meldezahlen oft etliche Tage vergehen.