Abschiebung in Bad Honnef endet mit Schussabgabe

Der Eingang zur Unterkunft, wo es zur Eskalation kam.

Abschiebung in Bad Honnef endet mit Schussabgabe

Von Tobias Al Shomer

  • Abschiebung eines Senegalesen eskaliert
  • 30-jähriger zieht Messer
  • Polizist schießt auf Bewohner des Flüchtlingsheims

In Bad Honnef-Aegidienberg ist am Freitagmorgen (15.03.2019) die Abschiebung eines 30-jährigen Senegalesen eskaliert. Bei einem Einsatz in einem Flüchtlingsheim in Bad Honnef hat ein Polizist auf einen Bewohner geschossen und ihn am Arm verletzt. Der 30 Jahre alte Senegalese sei in ein Krankenhaus gekommen, aber nicht in Lebensgefahr, so ein Polizeisprecher.

30-Jähriger sollte abgeschoben werden

Demnach hatte der Beamte mit einem Kollegen am Freitagmorgen Mitarbeiter des Ausländeramtes begleitet, weil der 30-Jährige abgeschoben werden sollte. In der kommunalen Unterkunft habe sich dann jedoch eine Bedrohungssituation entwickelt, in deren Verlauf der Mann ein Messer gezogen habe.

Kölner Kripo ermittel

"Im weiteren, noch nicht abschließend ermittelten Fortlauf kam es schließlich zur Abgabe eines Schusses durch einen der beiden Bezirksbeamten", berichtete die Polizei weiter. Aufschluss über den genauen Hergang des Geschehens sollen nun die Ermittlungen der Kölner Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Bonn geben.

Betroffenheit bei Anwohnern

In Bad Honnef äußerten sich Mitarbeiter des Ausländeramtes, der Polizei und auch der Flüchtlingshilfe sehr betroffen. Eine Helferin erklärte, dass sie die Reaktion des Senegalesen nicht abgeschoben zu werden, menschlich verstehen könne. Dafür ein Messer zu ziehen, sei aber vollkommen inakzeptabel.

Schussabgabe in Bad Honnef

00:35 Min.

Stand: 15.03.2019, 15:30

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