Wegen Corona: Karnevalszug in Köln-Zollstock abgesagt

Kölner Schull- un Veedelszöch 2019, Karnevalistin

Wegen Corona: Karnevalszug in Köln-Zollstock abgesagt

In Köln gibt es die erste Absage eines Karnevalsumzuges. Der Dienstagszug in Köln-Zollstock wird im kommenden Jahr ausfallen. Das bestätigte Michael Siegenbruck, Vorstandsmitglied der Freunde des Zollstocker Dienstagszugs, dem WDR.

Das gesundheitliche  und das finanzielle Risiko seien zu hoch, sagte Siegenbruck. Die Entscheidung sei dem Vorstand sehr schwer gefallen. Von den 1.000 Teilnehmern des Zuges sind rund 80 Prozent Kinder und Jugendliche. Denen sei das Risiko einer Teilnahme in Corona-Zeiten nicht zuzumuten, sagen die Veranstalter vom Zollstocker.

In diesen Tagen hätte  zudem der Wagen-und Kostümbau begonnen werden müssen. Und natürlich Wurfmaterial bestellt werden. Alles in allem ein finanzielles Risiko von rund 13.000 Euro laut Veranstalter.   

Veedelszoch immer sehr gut besucht

Der Zollstocker Dienstagszug lockte in den vergangenen Jahren viele Tausend Besucher an. Man hoffe, die Jecken 2022 wieder entweder im Zug oder am Wegesrand wiederzusehen, heißt es in einer Erklärung.

Dass es eine karnevalistische Aktion am Veilchendienstag geben könnte, schloss der Vorstand aber nicht aus. "Vielleicht stellen wir einen einzelnen Karnevalswagen vor ein Seniorenheim", sagte Vorstand Michael Siegenbruck.

G.M.K.G. nicht beim Rosenmontagszug dabei

Mitte des Monats hatte bereits die Zugabsage der Großen Mülheimer Karnevalsgesellschaft für Schlagzeilen in Köln gesorgt. Die Mülheimer sagten allerdings nur für sich die Teilnahme am Kölner Rosenmontagszug ab.

Ihnen fehle Planungssicherheit, hatte der Vorstand geäußert. Zudem führten auch die Verantwortlichen der G.M.K.G. hohe finanzielle Risiken für die einzelnen Teilnehmer und den Verein als Grund für die Absage an.

Stand: 30.08.2020, 13:30

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