Vor dem Forschungszentrum in Jülich steht dieser originelle Kugelbrunnen Forschungszentrum Jülich mit Kugelbrunnen

Forschungszentrum Jülich: Verfahren für sicheres Abrüsten von Atomwaffen

Stand: 07.04.2022, 16:43 Uhr

Internationale Nuklearwissenschaftler haben am Donnerstag im Forschungszentrum ein neues Verfahren zur sicheren Abrüstung von Atomwaffen vorgestellt.

Es soll die Zerstörung von Sprengköpfen nachweisen können, ohne dass Kontrolleure bei der Demontage zugegen sind. Dafür haben Wissenschaftler unter der Führung von Deutschland und Frankreich ein neues Verfahren ausgetüftelt.

Internationale Zusammenarbeit

Forscher im Forschungszentrum Jülich

Unter möglichst realistischen Bedingungen werden die Abläufe an einem simulierten Sprengkopf erprobt. Im Kern wird die Strahlung am Ort der Demontage gemessen, vorher und nachher, in allen Räumlichkeiten, Ecken und Einrichtungen. An den Werten können die Nuklearphysiker ablesen, ob das nukleare Sprengmaterial vom Sprengkopf getrennt wurde, ob Material verschwunden ist und vieles mehr.

Zerstörung nachweisbar

Der Vorteil ist: Die Zerstörung des Atomsprengkopfs ist sicher nachweisbar, ohne dass ein kontrollierter Staat den Verrat technischer Geheimnisse befürchten muss. Das Verfahren soll in überschaubarer Zeit einsatzbereit sein. Ob es in der Praxis eingesetzt wird, hängt unter anderem von den Nuklearstaaten ab.

Abrüstungsübung Forschungszentrum

00:30 Min. Verfügbar bis 07.04.2023


Weitere Themen