Bestechungsverdacht bei der Wuppertaler Abfallwirtschaft

Wuppertal: Bestechungsverdacht bei der AWG Lokalzeit Bergisches Land 21.02.2019 02:27 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 WDR Von Rüdiger Knössl

Bestechungsverdacht bei der Wuppertaler Abfallwirtschaft

  • Mitarbeiter sollen Schmiergeld angenommen haben
  • Detektei liefert Fotos an Wuppertaler AWG
  • Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Korruptionsverdachts

Mitarbeiter der Wuppertaler Recyclinghöfe haben bei ihrer Arbeit möglicherweise in die eigene Tasche gewirtschaftet. Dies bestätigte der Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft, Martin Bickenbach am Donnerstag (21.02.2019).

Verdacht besteht schon länger

Der Verdacht: Gegen entsprechende Bezahlung habe mehr Abfall angeliefert werden können als die vorgesehenen "haushaltsüblichen Mengen". Darüber hinaus könnten die Mitarbeiter auch zugelassen haben, dass sich Dritte am Elektroschott bedienen.

Elektrogerät kommt auf den Recyclinghof

Krumme Geschäfte auf Wuppertaler Recyclinghöfen?

Der Verdacht besteht offenbar schon länger. Zur Aufklärung hat die AWG bereits vor Wochen eine Detektei eingeschaltet, sagt Martin Bickenbach. Die habe alle fünf Recyclinghöfe in Wuppertal überprüft und umfangreiche Berichte und Fotos geliefert. Die Auswertung daure an.

Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts

Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht den betroffenen Mitarbeitern nicht nur eine fristlose Kündigung, sondern auch ein Strafverfahren. Denn die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen möglicher Korruption.

"Wenn ein Mitarbeiter eines Unternehmens Geld dafür annimmt, dass er etwas tut, was er nicht darf, dann kann es sich um Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr handeln", sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert.

Stand: 21.02.2019, 19:15