Nach Raub in Dresden – Aachener Domschatzkammer überprüft

zwei goldene Figuren an goldenem Tisch mit Edelsteinen

Nach Raub in Dresden – Aachener Domschatzkammer überprüft

  • Dresdner Raub schreckt andere Museen auf
  • Sicherheitskonzept in Aachen überprüft
  • Domschatzkammer gut gesichert

Der Kunstraub im Grünen Gewölbe in Dresden am vergangenen Montag (25.11.2019) hat in anderen Museen in Deutschland Betroffenheit ausgelöst. Auch in der Aachener Domschatzkammer hat der Fall Mitarbeiter und Leitung besorgt. Das Sicherheitskonzept dort wurde nach dem Dresdner Fall überprüft - und für gut befunden, wie das Museum dem WDR am Mittwoch (27.11.2019) mitteilte.

Mitgefühl mit Kollegen in Dresden

Bei den Domführern hatte sich die Nachricht aus Dresden in einer Whatsapp-Gruppe verbreitet. Einige hielten es zunächst für einen üblen Scherz. Jetzt hat man großes Mitgefühl mit den Kollegen in Dresden: Die meisten haben hier eine persönliche Bindung zu den Werken und das werde in Dresden nicht anders sein.

Domschatzkammer mit 130 Werken

Büste von Karl dem Großen - Männergesicht in Silber, lockige Bart- und Kopfhaare in Gold

Büste von Karl dem Großen in Aachen

In der Domschatzkammer selbst blickt Kaiser Karl stolz auf die Schätze in Aachen - zumindest tut dies seine silberne und goldene Büste. Aber so gelassen wie er ist nach dem Raub in Dresden nicht jeder bei der Domschatzkammer: Was wäre, wenn auch hier die historischen Juwelen und Kunstschätze einfach geraubt würden?

Keine absolute Sicherheit

Wenn jemand mit so roher Gewalt wie in Dresden vorgeht, ist alles möglich, sagt die Leitung der Domschatzkammer. In den vergangenen Jahren habe es weltweit ähnliche Fälle gegeben. "Das schreckt auf!", sagt Birgitta Falk, die das Aachener Museum leitet.

Museumsraum mit mehreren Vitrinen, an der Wand Gemälde

Die Domschatzkammer in Aachen zeigt zahlreiche wertvolle Schätze

In Aachen wird die Sicherheit - wie in anderen Museen auch - regelmäßig überprüft. Ein Vorteil gegenüber Dresden ist, dass sich die Domschätze in Aachen nicht in einem historischen Gebäude, sondern in einem Neubau von 1995 befinden. Alleine die Außenwände hier sind rund einen Meter dick - ganz im Sinne der Sicherheit.

In der Aachener Domschatzkammer hat es bislang noch keinen Raub gegeben - zumindest in den vergangenen 100 Jahren nicht.

Stand: 28.11.2019, 09:30

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