Aachen: Bleiben die Bordelle in der Stadt?

Mehrere Polizisten sperren die Antoniusstraße in Aachen ab

Aachen: Bleiben die Bordelle in der Stadt?

  • Prostitution in Aachens Altstadt
  • Stadt plant Laufhaus
  • befristete Genehmigungen für Bordelle

Die Stadt Aachen plant Zwischenlösungen für die traditionelle Rotlichtmeile in der Antoniusstraße. Zur Diskussion steht, ein temporäres Laufhaus einzurichten und befristete Genehmigungen für Bordelle zu erteilen. Dadurch soll verhindert werden, dass Prostituierte immer weiter in die Illegalität abwandern.

Viele Bordelle schon geschlossen

Bereits jetzt (11.01.2019) sind viele Bordelle in der Antoniusstraße geschlossen. Die Gründe sind laut Verwaltung neue rechtliche Vorgaben. Etliche Häuser erfüllten nicht die Voraussetzungen für eine weitere Nutzungsgenehmigung. Auslöser dafür ist unter anderem das Prostituiertengesetz aus dem Jahr 2017. Dieses sieht beispielsweise mehr Schutz der Prostituierten vor Ausbeutung durch die Zuhälter vor. Alle Prostitutionsgewerbe müssen deshalb angemeldet werden, auch die Prostituierten benötigen seit 2017 einen so genannten "Hurenpass".

Prostitution soll in der Altstadt bleiben

Zusammen mit Land und Bezirksregierung suche man nach Lösungen. Denn nach einem Ratsbeschluss soll die Prostitution auf jeden Fall im Aachener Altstadt-Viertel bleiben. Das soll allerdings grundlegend erneuert werden. Geplant ist, dass neben dem Bordellbereich ein schickes neues Wohn- und Geschäftsviertel entsteht. Die Umsetzung stockt aber seit Jahren.

Stand: 11.01.2019, 09:44