Tourismus nach dem Tagebau im Indeland

Flussbett umgeben von grünen Wiesen und Sträuchern

Tourismus nach dem Tagebau im Indeland

  • Tourismus-Geschäft soll Strukturwandel ankurbeln
  • 10 Millionen Tagestouristen jährlich angestrebt
  • Seenlandschaft nach Ende des Tagebaus als Tourismus-Magnet

Die Indeland-Kommunen wollen mit Tourismus den Strukturwandel in der Region vorantreiben. Dafür haben die Kommunen am Freitag (14.02.2020) den Indeland Tourismus e.V. vorgestellt. Nach dem Ende des Tagesbaus soll ein großer See angelegt werden.

Indeland steht touristisch noch im Schatten der Eifel

"Wir haben erkannt, dass Tourismus nicht nur ein Privileg der Eifel ist", sagt Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren. "Diese Region ist ja die spannendste in Deutschland. Weil wir die Region sind, die sich am dramatischsten im Außenbild verändern wird."

Damit meint der Politiker das Ende des Braunkohle-Tagebaus. Dort, wo einst riesige Schaufel-Bagger arbeiteten, werden ganze Seen entstehen. Und diese sollen zu Tourismus-Magneten werden.

Große Chancen im Tourismus

Dabei zieht das Indeland bereits jetzt – trotz spärlicher Vermarktung – viele Tagestouristen an. Mehr als acht Millionen haben die Kommunen im vergangenen Jahr gezählt. Rund 10 Millionen sollen es demnächst werden. Und auch an jedem einzelnen Besucher wollen die Gemeinden mehr verdienen.

Jeder Tourist lässt laut Statistik pro Tag rund 23 Euro im Indeland. Im Bayerischen Wald sind es 37 Euro. Daran will die Indeland Tourismus e.V jetzt durch intensive Werbung für Hotels und Gastronomie so schnell wie möglich etwas ändern.

Stand: 14.02.2020, 15:04