Kohlenmonoxid: 21 Solinger mussten Wohnungen verlassen

Mehrere Menschen stehen nachts mit Einsatzkräften vor einem Wohnhaus

Kohlenmonoxid: 21 Solinger mussten Wohnungen verlassen

Insgesamt 21 Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Solingen mussten vergangene Nacht stundenlang in der Kälte verbringen. Sie entgingen knapp einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Wegen eines medizinischen Notfalls waren Rettungssanitäter am Abend in das Mehrfamilienhaus an der Solinger Kohlfurth gerufen worden. Im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses schlug der Kohlenmonoxid-Warner Alarm, den die Sanitäter standardmäßig dabei hatten. Durch diesen Zufall konnten alle 21 Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Kohlenmonoxid ist geruchslos und führt zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen.

Die Bewohner wurden während der Einsatzzeit in mehreren Mannschaftswagen der Feuerwehr untergebracht und konnten anschließend alle wieder unverletzt zurück in ihre Wohnungen.

Gut 50 Feuerwehrleute waren mit dem Einsatz beschäftigt. Nach einer mehrstündigen Suche nahmen die Retter schließlich die Heizungsanlage außer Betrieb und rückten wieder ab. Die Solinger Feuerwehr gab am Mittwochnachmittag bekannt, dass die defekte Heizungsanlage des Mehrfamilienhauses für den Kohlenmonoxid-Austritt verantwortlich war. Sie werde nun von einer Fachfirma repariert.

Stand: 30.12.2020, 16:43

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