"Running for Kids" erhält "Europäischen Sozialpreis"

Spendenbüchse mit einem Schuh verziert

"Running for Kids" erhält "Europäischen Sozialpreis"

  • "Running for Kids" ausgezeichnet
  • Peter Borsdorff sammelte über 2,2 Mio. Euro
  • Hilfe für Kinder in Not

Der Dürener Spendenläufer Peter Borsdorff wird mit dem "Europäischen Sozialpreis" ausgezeichnet. Der Europaverein Gesellschaft für Politische Bildung GPB aus Eschweiler würdigt damit den jahrzehntelangen Einsatz des heute 76-Jährigen für Kinder in Not. Der neue Preisträger ist am Donnerstag (04.07.2019) im Dürener Rathaus bekannt gegeben worden. 

Mehr als 2,2 Millionen Euro erlaufen

Mitte der 1990er Jahr hat Borsdorff seine Initiative "Running for Kids“ gegründet.  Er wollte Kindern und deren Familien in Not helfen. Der leidenschaftliche Marathonläufer bastelte aus einem Laufschuh eine Spendendose und sammelte bei Vereinsläufen die ersten 1.000 Mark für einen Dürener Kindergarten.

Preisträger des Europäischen Sozialpreises 04:16 Min. Verfügbar bis 05.07.2020

Peter Schöner, Paul Larue und Peter Borsdorff mit Partnerin

v.l.: Peter Schöner, Paul Larue, Peter Borsdorff, Inge Zilken-Bendig

Die Spendendose wurde sein Markenzeichen. Borsdorff ist mit ihr vor allem auf Sportveranstaltungen im Aachen-Dürener Raum unterwegs. In diesem Raum kennt er sich aus und verteilt dort die Spenden persönlich. Seit 1995 kamen fast 2,3 Millionen Euro zusammen. Die erste Million war 2014 erreicht, die zweite 2018. 

Laufen für Lena und andere Kinder

Borsdorff läuft zum Beispiel für eine Familie mit vier Kindern, bei der der Vater beim Hausbau plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, für ein 14-jähriges Leukämie krankes Mädchen, das nach der Chemotherapie dank der Spenden mit seinen Eltern in Urlaub fahren kann, für die 11-jährige Lena, die für ihren Spezialrollstuhl auch ein Spezialfahrzeug benötigt. Insgesamt konnte Borsdorff seit 1995 fast 3.200 mal helfen, mit - Stand heute - genau 2.284.064,91 Euro

Früherer Preisträger Deniz Yücel

Der Europaverein GPB verleiht den "Europäische Sozialpreis“ seit 1997 an Personen, die sich aus privater Initiative - nicht als Mandats- oder Amtsträger - uneigennützig für Menschlichkeit engagieren. Frühere bekannte Preisträger waren der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel (2017) und der Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck (2006). Preise gingen auch nach Sarajewo, Warschau und Ungarn. Der Preis versteht sich als Preis von Bürgern für Bürger. Der "Europäische Sozialpreis“ wird traditionell am 3. Oktober überreicht. 

Stand: 04.07.2019, 16:59