Düsseldorfer Polizei will mehr Kameras in der Altstadt

Ein Hinweisschild auf die Videobeobachtung steht auf der Bolkerstraße in Düsseldorf

Düsseldorfer Polizei will mehr Kameras in der Altstadt

Von Benjamin Sartory

  • Polizei prüft mehr Videoüberwachung in Düsseldorf
  • Grund sind Eskalationen am Grabbeplatz
  • Gaststätten-Betreiber sind dafür

Die Düsseldorfer Polizei prüft eine Ausweitung der Videoüberwachung in der Altstadt. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei dem WDR am Freitag (13.12.2019). Konkret geht es um den Grabbeplatz am Rande des Partyviertels. Dort hatte es zuletzt immer wieder eskalierende Streitereien gegeben. Anfang des Jahres wurde ein Mann durch einen Messerangriff schwer verletzt.

Polizei prüft Umsetzung

Die Polizei verweist auf gute Erfahrungen mit den bereits bestehenden Kameras auf anderen Altstadt-Straßen. Die Beamten können das Geschehen aus der Wache heraus live verfolgen. Im Ernstfall sind die Polizisten so schnell vor Ort.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums sind die Pläne für eine Ausweitung allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Momentan prüft die Behörde unter anderem noch die technischen Möglichkeiten am Grabbeplatz. Man sei aber auf einem "guten Weg", so ein Sprecher.

Partygäste "einfache Opfer"

Isa Fiedler ist die Sprecherin der Düsseldorfer Altstadtwirte und findet die Pläne der Polizei vernünftig. Gerade feiernde Besucher seien oft einfache Opfer, die man schützen müsse.

Aus ihrer Sicht haben die Kameras in anderen Straßen die Kriminalitätsschwerpunkte in nicht überwachte Bereiche verschoben: "Kein Übeltäter lässt sich gerne beobachten", so Fiedler.

Die Polizei sieht das anders. Sie räumt zwar ein, dass es am Grabbeplatz Kriminalität gibt. Einen "Verdrängungseffekt" durch Kameras habe man aber nicht festgestellt.

Stand: 13.12.2019, 13:24

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